Warum Guido Maria Kretschmer die Namen von Theresa und Stefan Honekamp aus Ahaus kennt

dzFashion Week Berlin

Theresa und Stefan Honekamp aus Ahaus treffen den bekannten Designer Guido Maria Kretschmer einmal im Jahr – auf der Fashion Week in Berlin. Dort haben die beiden einen besonderen Job.

Ahaus

, 28.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Guido Maria Kretschmer ist in echt genauso nett wie im Fernsehen. Und die Gewinnerinnen der Sendung Germanys Next Topmodel wie Simone Kowalski oder Toni Dreher machen auch Backstage ständig Fotos und Videos für die sozialen Netzwerke. Das weiß Theresa Honekamp aus Ahaus, weil sie als Friseurin auf der Fashion Week Berlin so einiges mitbekommt.

„Man trifft so viele interessante Leute und knüpft wertvolle Kontakte“, erzählt die 23-Jährige, die irgendwann den Salon ihrer Familie an der Bahnhofstraße in Ahaus übernehmen möchte. Die Ausbildung zur Friseurin hat sie in an einer Akademie in Bayern gemacht. Nach der Gesellenprüfung folgte direkt die Meisterprüfung, mit 21 Jahren. Vor zwei Jahren hat sie dann an einem Wettbewerb teilgenommen und sich so für das Team von L’Oréal Professional qualifiziert.

Designer machen den Friseuren ganz konkrete Vorgaben

Mit anderen Friseuren aus ganz Deutschland ist sie seitdem zum Beispiel beim Opernball in Dresden oder bei der Fashion Week in Berlin im Einsatz. In diesem Jahr hat sie dort für die Designer Michael Michalsky und Dawid Tomaszewski gearbeitet. „Die Designer besprechen mit dem sogenannten Head of Hair, welchen Look sie wollen. Wir haben dann in einem Look-Book ganz konkrete Vorgaben, wie die Frisur werden soll“, erklärt Theresa Honekamp.

Da ist nicht nur festgehalten, wie die Haare gekämmt, gesteckt und gelockt werden sollen, sondern auch welche Produkte die Friseure nutzen sollen. Und trotzdem kommt es manchmal vor, dass die Designer den Plan kurzfristig noch ändern. Das weiß auch Stefan Honekamp, Theresas Onkel.

Warum Guido Maria Kretschmer die Namen von Theresa und Stefan Honekamp aus Ahaus kennt

Theresa und Stefan Honekamp (r.) sind begeistert vom Designer Guido Maria Kretschmer. Er sei genauso nett und zuvorkommend wie im Fernsehen. © Privat

Er ist schon seit zehn Jahren als Friseur bei der Fashion Week dabei und sagt: „Manchmal fällt dem Designer noch kurz vorher was Neues ein und dann muss man schnell alles anders machen.“ Guido Maria Kretschmer aber, der sei immer nett und zuvorkommend. „Der weiß unsere Arbeit wirklich zu schätzen. Er sieht das Gesamtpaket und meint immer, dass es ohne uns nicht funktionieren würde“, erzählt Stefan Honekamp. Seine Nichte ergänzt: „Er kommt immer rum und gibt jedem die Hand. Inzwischen kennt man sich. Weil er aus Münster kommt, haben wir auch immer ein Gesprächsthema.“

Cassandra Steen, Sophia Thomalla und Lena Gercke

Auch mit großen Namen aus der Modelbranche hatte die 23-Jährige schon zu tun. So hat sie zum Beispiel schon Sängerin Cassandra Steen die Haare gemacht. Auch einige Teilnehmerinnen der Show Germanys Next Topmodel saßen schon auf ihrem Stuhl, genauso wie die Models Sophia Thomalla, Lena Gercke oder Franziska Knuppe.

Warum Guido Maria Kretschmer die Namen von Theresa und Stefan Honekamp aus Ahaus kennt

Als Friseurin auf der Fashion Week ist Theresa Honekamp ständig von Kameras umgeben. © Thomas Rafalzyk

„Das ist da eine völlig andere Welt, ein kompletter Kontrast zu der Arbeit im Salon. Für uns ist das super, um Kontakte zu knüpfen“, berichtet Theresa Honekamp. Außerdem bekommt sie bei den Fashion-Shows auch immer schon die Mode für das kommende Jahr mit. „Das zeigt sich ja dann auch in den Frisuren.“ Ein Wissensvorsprung.

Strenger Zeitplan auf der Fashion Week Berlin

Zwischen 80 und 120 Mädchen frisiert das Team aus zehn bis zwölf Friseuren täglich. Gearbeitet wird immer zu zweit, denn zum Teil sind die Frisuren ziemlich aufwendig. Der Zeitplan ist streng. „Wenn die Models zum Rehearsal, also zur Generalprobe müssen, dann müssen wir direkt den Kamm fallen lassen“, erzählt Stefan Honekamp.

So ein Tag auf der Fashion Week ist also lang und stressig. Und das für eine Modenschau, die oft nur ein paar Minuten dauert. Theresa und Stefan Honekamp sind nichtsdestotrotz stolz darauf, dabei sein zu dürfen. „Das zeigt uns, dass wir unsere Arbeit gut machen“, sagt die 23-Jährige. Sie hat bereits die Anfrage bekommen, ob sie im nächsten Jahr wieder zur Fashion Week kommen möchte. Sie hat direkt zugesagt.

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