Traditioneller Alstätter Adventsmarkt abgesagt! Kleiner Ersatz geplant

dzAlstätter Adventsmarkt

Aufgrund der Vorgaben der Coronaschutzverordnung hat der Gewerbeverein Alstätte beschlossen, dem Adventsmarkt in bekannter Form eine Absage zu erteilen. Angestrebt wird eine kleine Lösung.

Ahaus

, 28.08.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während andere Großveranstaltungen weiter verboten bleiben, gibt es für Weihnachtsmärkte noch Hoffnung: Mit besonderen Regeln und der Möglichkeit, Abstände einzuhalten, seien sie denkbar – so wie Wochenmärkte, erläuterte Ministerpräsident Armin Laschet am Donnerstag bei der Präsentation der Neuerungen in der Coronaschutzverordnung. Eine allgemeine Entscheidung über Weihnachtsmärkte und Karneval sei noch nicht gefallen. Über die Märkte müsse jetzt in den Kommunen gesprochen werden.

Und das hat man in Ahaus bereits vorab getan. „Den Adventsmarkt in Alstätte kann es im bekannten Rahmen leider nicht im Ansatz geben“, erklärt Jürgen van Weyck, Vorstandsmitglied des Alstätter Gewerbevereins. Allerdings bestehe eine berechtigte Hoffnung, dass man „einen Weihnachtsmarkt im Kleinen“ durchführen kann.

„Schauen, was Corona möglich macht“

Ursprünglich sollte der Adventsmarkt wieder am letzten Wochenende im November stattfinden – vom 26. bis 29. November. An dem Termin wolle man auch festhalten, nur den Rahmen müsse man noch abstecken. „Wir wollen schauen, was unter den Corona-Bedingungen möglich sein wird, dann wahrscheinlich aber nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich komprimiert und nicht an vier Tagen“, berichtet van Weyck.

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Denkbar sei, dass man mit ein paar Hütten rund um die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt eine vorweihnachtliche Atmosphäre schaffen könne, um die Vorfreude aufs Fest zu steigern. „Dabei werden wir in jedem Fall die Gastronomie, die ja bekanntlich sehr gebeutelt durch die Corona-Krise ist, eng einbinden“, nennt van Weyck ein wichtiges Anliegen.

Bedingungen: Hygienekonzept und Kontaktverfolgung

Dass der Adventsmarkt in der gewohnten Form nicht durchgeführt werden kann, darüber habe man die Stadt Ahaus und Bürgermeisterin Karola Voß bereits informiert – ebenso die Schausteller. Dies schweren Herzens, aber mit Weitblick. „Man muss bedenken, dass sich hier in den vergangenen Jahren 20.000 bis 30.000 Besucher aufgehalten haben – und das an rund 50 Hütten. Dafür kann man kein entsprechendes Hygienekonzept aufstellen“, so Jürgen van Weyck. Diese gelte es für einen Markt im Kleinen nun aufzustellen.

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Aus Berlin hieß es am Donnerstag, dass „Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und das Einhalten von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bis mindestens Ende Dezember 2020 bundesweit verboten bleiben“. Abgesehen von diesen Regularien lebt ein Advents- und Weihnachtsmarkt auch von einer besonderen Stimmung, die vor diesem Hintergrund ab einer bestimmten Größenordnung kaum erzeugt werden kann.

Bekannte Größenordnung „nicht zu verantworten“

Bei den großen Märkten herrscht in dieser Hinsicht noch Uneinigkeit: Der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom ist schon jetzt abgesagt, in Düsseldorf, Bochum und Essen laufen die Planungen dagegen zunächst weiter, auch den „Cranger Weihnachtszauber“ in Herne könnte es geben. In Münster, Dortmund und Aachen sind die Verantwortlichen noch unentschlossen und wollen erstmal weiter abwarten.

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In Alstätte hat man eine Entscheidung frühzeitig getroffen: „Alles, was den Alstätter Adventsmarkt ausmacht, ist in diesen Zeiten leider nicht zu verantworten“, sagt Jürgen van Weyck. Wie die weiteren Planungen aussehen, dazu wolle man die weitere Entwicklung noch abwarten: „Wir müssen einfach schauen, was Corona möglich macht und erlauben wird.“

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