Der Altweiber-Vorstand der KG Burggeister (v.l.): Eva Schweers, Nicole Dornbusch, Alexandra Becker und Doris Schnell. Zu viert haben sie nach Nicole Dornbuschs Idee die Suche nach dem Ottensteiner Altweiber-Lied organisiert und gestartet. © KG Burggeister
Karneval 2021

Gegen trübe Stimmung im Lockdown: Ottenstein sucht den Altweibersong

Karneval findet 2021 nicht statt. Doch die Frauen der Feste Ottenstein wollen sich nicht unterkriegen lassen: Sie suchen den zukünftigen Altweibersong. Ein Aufruf an alle feiernden Frauen.

Normalerweise würden an Weiberfastnacht – dieses Jahr übrigens am 11. Februar – in Ottenstein hunderte Frauen bunt kostümiert erst durch die Straßen ziehen und dann ausgelassen feiern. Aber – da war ja was: Das Coronavirus, der Lockdown und die Kontaktbeschränkungen machen eine ausgelassene Karnevalsfeier selbstverständlich völlig unmöglich.

Doch das wollte der Altweibervorstand der KG Burggeister so nicht einfach stehen lassen. Klar, als der Karneval für Ottenstein offiziell abgesagt wurde, seien sie erst einmal sehr deprimiert gewesen. „Da hatten wir aber immer noch gehofft, dass wir zumindest im kleinen Rahmen miteinander feiern könnten – irgendwie“, sagt Nicole Dornbusch. Logisch –auch das wäre nur mit acht oder neun Leuten gegangen. „Aber es wäre zumindest ein bisschen Karneval gewesen“, fügt sie hinzu.

Hoffnung auf Karneval zerschlug sich mit steigenden Infektionszahlen

Umsonst. Die Hoffnung zerschlug sich irgendwann in den ersten Januarwochen. „Die Infektionszahlen stiegen, der Lockdown wurde ja schließlich sogar noch verlängert“, blickt sie zurück. Doch der Vorstand – neben Nicole Dornbusch gehören noch Eva Schweers, Alexandra Becker und Doris Schnell dazu – war sich schnell einig: Irgendetwas mussten sie tun, um zumindest ein bisschen fröhliche Stimmung zu verbreiten.

„Treffen konnten wir uns ja auch nicht“, so Nicole Dornbusch weiter. Für die Absprachen glühten die Telefonleitungen und die WhatsApp-Chats explodierten förmlich. „Wir wollten etwas auf die Beine stellen, was nicht nur die Klubs zusammenbringt, sondern was auch Bestand hat“, erklärt die vier Vollblut-Karnevalistinnen ihren Plan.

Bisher gibt es kein Altweiberlied

Und weil es zwar viele Lieder um und über den Karneval in der Feste Ottenstein gibt, aber eben kein Lied, das speziell für die Frauen an Weiberfastnacht gemacht ist, stand die Idee schnell fest: Die Altweiber-Clubs sollen ein Lied erfinden.

Sei es auf eine bekannte Melodie, sei es komplett selbst gedichtet – Hauptsache, die Altweiber-Clubs machen sich Gedanken. Das fertige Lied sollen die Frauen dann auf der neu eingerichteten Facebook-Seite des Altweiber Karneval Ottenstein hochladen. „Am Liebsten natürlich bunt kostümiert und mit einem Video“, sagt Nicole Dornbusch.

Natürlich sei klar, dass sich auch die Frauen der einzelnen Klubs im Moment nicht treffen können. „Aber so können sie zumindest etwas zusammen machen, bleiben zusammen und kommunizieren miteinander“, sagt Nicole Dornbusch. Ohne den Wettbewerb wäre schließlich gar nichts gewesen.

Es gibt auch etwas zu gewinnen: Unter allen Teilnehmern wird ein Präsentkorb mit einem Teilnehmerbutton verlost. Und natürlich bekommt der Siegerklub auch einen eigenen Präsentkorb und einen exklusiven Siegerbutton für zukünftige Kostüme. Und dann ist da natürlich noch die große Ehre, als Urheber des Ottensteiner Altweiberlieds zu gelten, das dann in Zukunft und bis in alle Ewigkeit zur Weiberfastnacht durch Ottensteins Straßen schallen soll.

Einsendeschluss am 9. Februar

Es gibt zwar schon einige ganz heiße Titelanwärter, aber noch ist Zeit: Bis zum 9. Februar können sich die Altweiber-Klubs mit ihrem Lied an dem Wettbewerb beteiligen. Vorgaben gibt es eigentlich nicht. Das heißt, zwei Anregungen gibt der Altweiber-Vorstand den Kreativen noch mit auf den Weg: Der Musikzug sollte die Melodie auch spielen können. Und – klar – die Melodie soll zum Feiern anregen. Wenn alles gut läuft, schon zum Karneval 2022.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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