Gefährliche Unfallschwerpunkte in Alstätte: Zwei Blitzer verschwinden auf der B70

dzB70 in Alstätte

Auf der B70 in Alstätte gelten zwei Kreuzungen als Unfallschwerpunkte. Um dem entgegenzuwirken, wurden in der Vergangenheit unter anderem zwei Blitzer installiert. Nun sind sie wieder weg.

Ahaus

, 17.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verkehrsberuhigende Maßnahmen gibt es einige. Auf der B70 in Alstätte wurde bislang teilweise auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 50 gesetzt. Um diese Maßnahme noch zu verstärken, wurden an zwei Kreuzungen darüber hinaus noch Geräte zur Geschwindigkeitsüberwachung, meist einfach nur „Blitzer“ genannt, eingesetzt. Doch die fehlen seit einigen Tagen an den beiden Kreuzungen.

Zum einen an der Kreuzung B70/Enscheder Straße, zum anderen an der Kreuzung Haaksbergener Straße/Buurser Straße. Beide waren in der Vergangenheit echte Unfallschwerpunkte in Alstätte. Immer wieder kam es an den Kreuzungen zu schweren Verkehrsunfällen – immer wieder spielte eine überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle.

Kommende Bauarbeiten Schuld am „Verschwinden“ der Blitzer

Nun sind die Blitzer, die viele zur Reduzierung ihres Tempos zwangen, allerdings verschwunden. An der Kreuzung B70/Enscheder Straße erinnert nur noch der kaputte Betonboden, in dem der graue Metallkasten verankert war, daran, dass dort bis vor Kurzem noch die Geschwindigkeit eines jeden vorbeifahrenden Autos kontrolliert wurde.

Ähnlich sieht es auch eineinhalb Kilometer weiter auf der Bundesstraße an der Kreuzung Haaksbergener Straße/Buurser Straße aus. Auch dort fehlt der Blitzer am Straßenrand. Beide Geräte wurden erst vor wenigen Tagen vom Kreis Borken abgebaut, bestätigt Ellen Bulten, Pressereferentin des Kreises. Das hat mit den Plänen von Straßen-NRW zu tun. „Wegen den geplanten Bauarbeiten wurden die Blitzer dort abgebaut“, erklärt sie.

Blitzer sollen in Zukunft nicht wieder auf der B70 in Alstätte stehen

Bereits seit vergangenem Winter ist klar: Die zwei Unfallschwerpunkte auf der B70 in Alstätte sollen entschärft werden. Das verkündete Projektleiter Stefan Elsinghorst von Straßen-NRW im Oktober 2019. Schon bald sollen die Arbeiten an der Bundesstraße beginnen.

Dann sollen aus den beiden Kreuzungen Kreisverkehre gemacht werden, die eine „verkehrsbedingte Beruhigung“ der Geschwindigkeit erzeugen würden, sagt Bulten. Straßen-NRW erhofft sich von den Maßnahmen, die beiden Unfallschwerpunkte sicherer zu machen.

In Zukunft, wenn beide Kreisverkehre fertig sind, sollen die Blitzer dort auch nicht wieder installiert werden. „An dem Standort ist das dann eigentlich nicht mehr sinnvoll, weil sich die ganze Straßenthematik da ändert.“ Schon in der Vergangenheit wurde versucht, die beiden Kreuzungen sicherer zu machen. Neue Schilder wurden angebracht, neue Markierungen angelegt. Doch der gewünschte Erfolg blieb dennoch aus. Nun sollen also zwei Kreisverkehre helfen. Doch dafür mussten erst mal die beiden Blitzer von der Bildfläche verschwinden.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt