Ganz besondere Ahauser Immobilien: Die weiße Villa vom Beckers Brink

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Häuser, sagt man, seien Visitenkarten. In Ahaus und Umgebung sind einige von ihnen sogar echte Aushängeschilder. Und zu haben sind sie auch noch. Wie die Millionen-Villa am Beckers Brink.

Ahaus

, 19.07.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist eine gepflegte Eigenheim-Siedlung, in der Hans-Werner Althaus das Haus für seine Familie gebaut hat: Beckers Brink. Ein Haus wie eine Burg für die beim Einzug bereits sechsköpfige Familie Althaus.

Das ist jetzt rund 20 Jahre her. Das Haus ist immer noch groß, zu groß! Die Kinder sind aus dem Haus, und für Besitzer Althaus, der vor 15 Jahren seine Frau verloren hat, und seine Lebensgefährtin bieten die fast 300 Quadratmeter Wohnfläche einfach viel zu viel Platz.

Ein kleineres Zuhause ist das Ziel

„Wir wollen uns verkleinern“, sagt Hans-Werner Althaus (61) und zeigt auf einen großen Rohbau gegenüber, wo er sich die oberste Wohnung mit großer Dachterrasse reserviert hat. Die Konsequenz aus diesem Entschluss: Die Villa, in der die vier Kinder, heute 35, 32, 29 und 21 Jahre alt, groß geworden sind, soll verkauft werden. Und Nico Rosenke von Kästner Immobilien aus Münster trommelt auf etlichen Kanälen für diese außergewöhnliche Immobilie.

Allerdings hat die auch ihren Preis: 1,3 Millionen Euro stehen im Angebot. Hausherr Althaus erklärt auch, warum: „Beim Bau wurde an nichts gespart.“ Schon damals war dafür ein Millionen-DM-Betrag fällig. Den konnte die Familie Althaus nur mit großzügiger Unterstützung der Schwiegereltern schultern. „Das hätten wir uns alleine gar nicht leisten können“, sagt Hans-Werner Althaus.

Hochwertiger Standard und technische Raffinessen

Wert legten nämlich auch die Schwiegereltern darauf, dass bei Materialien, Ausstattung und vor allem einer ausgeklügelten Haustechnik bis ins Detail in Hochwertigkeit investiert wurde. Hinzu kam, dass Hans-Werner Althaus, der in Ahaus und Vreden eine Versicherungs-Geschäftsstelle betrieb, die heute sein ältester Sohn Christian weiterführt, eine besondere Vorliebe für technische Raffinessen hat.

Nico Rosenke (l.) von Kästner Immobilien kümmert sich um den Verkauf der Villa von Hans-Werner Althaus.

Nico Rosenke (l.) von Kästner Immobilien kümmert sich um den Verkauf der Villa von Hans-Werner Althaus. © Christiane Hildebrand-Stubbe

Optisch holte sich das Ehepaar Althaus Anregungen aus der näheren Umgebung, aber auch auf Nordsee-Inseln. Besonders der weiße Klinker im Norden hatte es ihnen angetan. „Auf ein Reetdach, das ich gerne gehabt hätte, haben wir dann aber doch verzichtet“, sagt Hans-Werner Althaus. Die Grundlage ist aber ebenso da wie die für ein Schwimmbad, was auch nicht realisiert wurde.

Wer sich der „weißen Villa“ mit dem markanten Rundbau nähert, die auf einem 1000 Quadratmeter Grundstück herausragt, fühlt sich erinnert an ähnliche Bauten in Spanien oder an irgendeiner anderen Meeresküste. Ein Eindruck, der sich beim Betreten der Innenräume fortsetzt: Wertvolle Granitböden führen in das großzügig gestaltete Wohnzimmer in besagtem Rundbau, in dessen Mittelpunkt ein gläserner Kamin emporragt, der die Rundung des Raumes unterstreicht. Auch der war ein Herzenswunsch des Ehepaares. Ebenfalls ebenerdig ist hier eine große Küche mit Essecke.

300 Quadratmeter fürs Wohnen

200 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf drei Etagen, stehen im Haupthaus zur Verfügung. Eigentlich sind es sogar vier Etagen, denn der Keller, in dem sich auch ein Wellness-Bereich mit Sauna und Whirlpool sowie ein großzügiger Partykeller befinden, erstreckt sich nämlich über zwei Ebenen.

Zusätzlich bietet eine separate Einliegerwohnung nebenan - ehemals der Bereich der Kinder-Schlafzimmer - weitere 100 Quadratmeter Wohnfläche. Die Wohnungen sind aktuell getrennt, können aber auch wieder verbunden werden.

Zentrum im Obergeschoss ist das Eltern-Schlafzimmer mit großem überdachten Balkon. Familienbad, Kinderzimmer, Hauswirtschaftsraum und Ankleidezimmer sind ebenfalls auf der Etage.

Das absolute Zentrum des Hauses: das großzügig gestaltete "runde", eigentlich achteckige, Wohnzimmer mit dem ausgefallenen Kamin.

Das absolute Zentrum des Hauses: das großzügig gestaltete "runde", eigentlich achteckige, Wohnzimmer mit dem ausgefallenen Kamin. © Christiane Hildebrand-Stubbe

An vielen Stellen wurden im Haus „Überraschungen“ eingebaut. Einige Beispiele: klimatisierter Vorratsraum neben der Küche, versenkbare Mülltonnen, Überschwemmungsschutz, Abwasser-Hebeanlage, Regenwasser-Zisterne mit zahlreichen Zapfstellen im Garten. Selbst an die Möglichkeit, die gesamte Haustechnik digital steuern zu können, hatte Hans-Werner Althaus vor 20 Jahren schon gedacht.

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