Frontalangriff aufs Zwerchfell bei der Mixed-Comedy-Show in Ottenstein

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Ein Programm zum Schlapplachen haben die Gäste der Mixed-Comedy-Show in der Gaststätte Rols up‘n Hook genossen. Drei Comedians und Moderator Oliver Thom hatten jede Menge Pointen im Gepäck.

Ahaus

, 03.08.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was Strohballen mit Kamelle zu tun haben und und Hupen mit Trinken, erfuhren die Gäste der Mixed-Comedy-Show. Drei Comedians sorgten am Samstagabend für reichlich Lacher und erstaunliche Einsichten.

Vor ausverkauftem Biergarten bei Rols up‘n Hook präsentierte Moderator Oliver Thom großartige Künstler. Sogar Comedyfans aus Borken, Coesfeld und Billerbeck waren nach Ottenstein gekommen, um das Witzfeuerwerk zu erleben.

Pantoffeln oder Holzschuhe

„Wir haben heute einen richtig coolen, bunten Abend vor uns“, so Oliver Thom zu Beginn. Er hatte nicht zu viel versprochen, denn gleich der erste Künstler mit dem klangvollen Namen Amjad ging sofort in die Vollen.

Amjad gab einen witzigen Einblick in fremde Kulturen.

Amjad gab einen witzigen Einblick in fremde Kulturen. © Anna-Lena Haget

„Wenn arabische Mütter sauer sind, dann werfen sie mit Pantoffeln. Darum bin ich auch froh, dass ich in Deutschland geboren bin und nicht in Holland: Ein Treffer, drei Jahre Koma!“, rief der Ochtruper und traf damit frontal das Komikzentrum des Publikums.

Kulturelle Überraschungen

Der kleine Einblick in die arabische Kultur machte so richtig Spaß: Vom islamisch beschnittenen Schwein bis zu seinem dreijährigen Neffen Osama, der sich brennend für Flugzeuge interessiert, ließ der Deutsch-Palästinenser kein verrücktes Detail aus.

Mit einer Gitarre im Gepäck kam anschließend Mario Siegesmund auf die Biergartenbühne. Auch er berichtete von kulturellen Überraschungen. „Als ich vorhin durch Wüllen kam, stand da ein Pulk junger Frauen mit einem Schild in der Hand: Bitte hupen, dann trinken wir einen. Das hat so einen Spaß gemacht, ich bin da 20 Mal dran vorbeigefahren!“ erklärte der Comedian aus Hamm.

Ode ans Rasenmähen

Der selbsternannte Hypochonder mit begehbarem Medizinschrank ließ an seiner Heimatstadt kaum ein gutes Haar, sehr zur Belustigung seiner Zuhörer. „Hamm ist so hässlich, wenn die bei uns eine Zehn-Zentner-Bombe finden, die zünden die einfach, da wird gar nix entschärft“, ulkte Siegesmund.

Mario Siegesmund erzählte von schrägen Erlebnissen aus seinem Familienleben.

Mario Siegesmund erzählte von schrägen Erlebnissen aus seinem Familienleben. © Anna-Lena Haget

Und auch die Gäste kriegten ihr Fett weg: Tobias und seine Kumpels aus Alstätte, die sich vorne einen Tisch gesichert hatten, kamen nicht ohne den ein oder anderen Spruch davon.

Karnevalsumzug einmal anders

Komiker Jan Preuß aus Köln fragte den Beziehungsstatus der Jungs ab und berichtete dann von urkomischen Erfahrungen aus dem Singleleben. Der gelernte Erzieher lieferte verblüffende Pointen: „Wer nämlich mit H schreibt, kennt immerhin sieben Buchstaben und hält den Stift richtig herum“, erklärte der Kölner.

Zum krönenden Abschluss gab es ein Stück Ottensteiner Kultur oben drauf: Sechs Traktorgespanne voller Heuballen, die in der lauen Sommernacht am Biergarten vorbeirumpelten. „Ist das euer Karnevalsumzug oder was? Was passiert denn, wenn jetzt einer ‚Kamelle!‘ schreit?“,fragte Jan Preuß und hatte die Lacher auf seiner Seite.

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