Feuerwehr bekommt Brand am Ahauser Krankenhaus schnell unter Kontrolle

dzIntensivstation geräumt

Auf der Baustelle am Ahauser Krankenhaus hat am Montag Baumaterial gebrannt. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen, dennoch musste die Intensivstation teilweise geräumt werden.

Ahaus

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Sehr glimpflich ist am Montagabend ein Feuer auf der Baustelle neben dem Ahauser St.-Marien-Krankenhaus ausgegangen. In der Baugrube dort hatte Dämmmaterial Feuer gefangen. Verletzt wurde niemand.

Um 21.06 Uhr ging der Notruf bei der Ahauser Feuerwehr ein. „Noch auf der Anfahrt haben wir die Zentrale im Krankenhaus informiert, damit dort auch der Alarmplan in Gang gesetzt wird“, erklärte Feuerwehrchef Berthold Büter am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion.

Feuerwehr bekommt Brand am Ahauser Krankenhaus schnell unter Kontrolle

In der knapp sieben Meter tiefen Baugrube hatte Dämmmaterial Feuer gefangen. Die Gründe dafür sind unklar. Die Polizei ermittelt. Der Schaden soll bei rund 5000 Euro liegen. © Kippic

Wegen der starken Rauchentwicklung in der etwa sieben Meter tiefen Baugrube mussten die Fenster und Türen des Krankenhauses geschlossen werden. Durch den Wind hatte sich trotzdem Rauch in Teilen der Intensivstation ausgebreitet. Acht Patienten wurden deswegen vorsorglich in andere Bereiche des Krankenhauses verlegt. „Das hat alles problemlos funktioniert“, so Berthold Büter weiter. Die enge Verzahnung von Rettungskräften und den Notfallplänen im Krankenhaus habe Schlimmeres verhindert.

Feuerwehr kann Einsatz nach etwas mehr als einer Stunde abschließen

Das Feuer selbst konnte schnell gelöscht werden. Im Krankenhaus haben die Feuerwehrleute dann noch Messungen durchgeführt, um die Luft auf mögliche Schadstoffe zu untersuchen. Nachdem sie die Station gelüftet hatten, konnten die Patienten aber in ihre Zimmer zurückkehren. „Allein die Einsatzzeit zeigt, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, erklärt Berthold Büter. Um 21.06 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, um 22.15 Uhr konnte das Krankenhaus seinen ganz normalen Betrieb schon wieder aufnehmen. Viel Glück im Unglück also.

Für Berthold Büter hat der Einsatz aber noch eine andere Komponente: „So ein Einsatz zeigt, dass unsere Einsatzkonzepte aufgehen und sich theoretische Überlegungen auch in der Praxis bewähren“, erklärt der Leiter der Ahauser Feuerwehr.

Feuerwehr bekommt Brand am Ahauser Krankenhaus schnell unter Kontrolle

Auf der Baustelle am Ahauser Krankenhaus ist Dämmmaterial in Flammen geraten. Teile des Krankenhauses mussten geräumt werden. Verletzt wurde aber niemand. © Kippic

Beim Einsatz am Montagabend wurden zunächst die Feuer- und Rettungswache Ahaus mit den hauptamtlichen Kräften und der Löschzug Ahaus der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Später wurde noch der Löschzug Wüllen hinzugezogen. Insgesamt war die Feuerwehr mit 76 Mitgliedern im Einsatz.

Brandursache zunächst noch unklar

Was den Brand ausgelöst hat, war am Dienstagmittag noch unklar. Die Polizei ermittelt. „Erkenntnisse gibt es bisher aber noch nicht“, erklärte Thorsten Ohm von der Pressestelle der Polizei im Kreis Borken. Die Beamten gehen von einem Schaden von rund 5000 Euro aus.

„Das Wichtigste ist, dass niemand durch den Vorfall verletzt worden ist“, betont Christoph Bröcker, Geschäftsführer vom Klinikum Westmünsterland. Auch Dirk Terbahl von der Unternehmenskommunikation des Klinikums Westmünsterland, spricht am Dienstag von viel Glück im Unglück. Abseits des eigentlichen Feuers habe auch das Krankenhaus-Personal vorbildlich reagiert. „Die genaue Auswertung findet jetzt natürlich noch statt“, erklärt er.

Das Feuer war in der Baugrube ausgebrochen, wo gerade neue Räume für die Urologie entstehen. Durch den begrenzten Schaden – Dirk Terbahl spricht von einem minimalen Feuer – komme es wohl nicht zu Verzögerungen auf der Baustelle. Auch da laufen aber noch die Untersuchungen. „Wir sind gerade dabei, den Schaden zu ermitteln“, so Dirk Terbahl.

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