Erfahrenes Personal fehlt nach dem langen Lockdown in vielen Gastronomie-Betrieben. © picture alliance / dpa
Meinung

Fehlendes Personal in Restaurants: Liebe Gäste, reißt euch mal zusammen!

In vielen Restaurants läuft es nach dem Lockdown noch nicht wieder rund. Es fehlt erfahrenes Personal. Redakteurin Victoria Garwer sieht auch die Gäste in der Pflicht. Ein Kommentar.

Sieben Monate ohne Einkommen, das kann eigentlich niemand überleben. Kein Wunder also, dass sich viele Kellner, Küchenhelfer oder Barkeeper während des Lockdowns neue Jobs gesucht haben. Das merken auch die Gäste. Es läuft längst noch nicht alles rund in den Restaurants, Kneipen und Cafés.

Aber das ist doch auch nicht schlimm. Dass das neue, schnell zusammengesuchte Servicepersonal noch nicht weiß, wie der Hase läuft, ist nur verständlich. Und auch die eigentlich erfahrenen Kräfte sind nach sieben Monaten Zwangspause vielleicht nicht mehr so eingespielt. Da muss man eben mal länger auf das Essen warten oder bekommt ein falsches Getränk.

Gäste sollten kleine Fehler weglächeln

Hauptsache ist doch, dass die Gastronomie überhaupt wieder öffnen darf. Denn natürlich sind die Betriebe auf die Einnahmen angewiesen. Dass Thomas Enning nun sein Restaurant erst einmal für das Tagesgeschäft schließt, weil ihm das Personal fehlt, ist also vermutlich reine Verzweiflung.

Der Gastronom in ihm möchte den Gästen den perfekten Service bieten. Aber gibt es im Moment nicht Wichtigeres? Vielleicht sollten sich die Gäste einfach mal zusammenreißen, sich darüber freuen, leckeres Essen an den gedeckten Tisch gebracht zu bekommen und die kleinen Fehler nett weglächeln. Machen wir alle es den Gastronomen und den neuen jungen Kellnern doch nicht noch schwerer.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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