FC Oldenburg: Von der Thekenmannschaft zum B-Kreisligisten in 50 Jahren

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Der 1. FC Oldenburg 1970 hat eine bewegte Geschichte. Fußball stand und steht im Mittelpunkt des familiären Vereins, der in diesem Jahr 50 wird. Als Thekenmannschaft wurde der FC gegründet.

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, 14.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das erste Spiel fand im August 1970 statt. Die frisch gegründete Thekenmannschaft des FC Oldenburg trat gegen eine Auswahl der Jute-Spinnerei an. „Das Ergebnis weiß man nicht, aber man hat hoch gewonnen“, gibt Dirk Kahla, der Geschäftsführer des FC Oldenburg im 50. Jahr des Bestehens, schmunzelnd die Überlieferungen wieder.

50 Jahre „FCO“ – so hieß der Verein schon einige Wochen, nachdem mehrere junge Oldenburger ihn in der Ahauser Gaststätte „Oldenburger Eck“ (jetzt Taverna Zeus) gegründet hatten – eigentlich wäre Jubiläum gefeiert worden. „Wir hatten Ende Juni eine Feier geplant“, blickt Dirk Kahla zurück. Zelt, Musik, Caterer – alles abbestellt, als die Corona-Pandemie sich ausbreitete. „Wir hätten zum Beispiel auch unsere Trainingsanzüge von 1970 bis jetzt ausgestellt“, verrät der Geschäftsführer ein Detail.

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Viele Gespräche hätten sich ergeben, über die ersten Jahre des Vereins zum Beispiel, der sich über die Jahre von einer Thekenmannschaft zum Fußballverein mit Mannschaften im Liga-Spielbetrieb entwickelt hat. Die 70er-Jahre waren die Hoch-Zeiten der Theken- und Betriebsmannschaften. Gerd Besseler, Heinz Boyer, Hans Hermann Fedder, Heinz Könning und Willy Brunner waren die Gründungsmitglieder, Gerd Besseler war der erste Vorsitzende. Ihm folgten Udo Woltering, Josef Gerwing und Christian Coché.

Ein Foto aus der Chronik: Im Jahr 1988 gewann der FC Oldenburg den Stadtpokal der Trimm-Mannschaften.

Ein Foto aus der Chronik: Im Jahr 1988 gewann der FC Oldenburg den Stadtpokal der Trimm-Mannschaften. © Chronik FC Oldenburg

Fast wöchentlich wurde Anfang der 70er gespielt, heißt es in der Chronik des Vereins. Der FCO richtete am 10. Juni 1972 sein erstes eigenes Turnier aus. Damals im Stadtpark. Es wurde immer mit Freude Fußball gespielt, aber man wollte sich auch messen und Erfolge verbuchen. 13 Mal wurde der FCO als Thekenmannschaft Stadtmeister, fünf Mal wurde der Stadtpokal geholt bis 2004, fünf Mal gab es den Kreismeister- und dreimal den Kreispokal-Titel. Aber damit nicht genug: 1984 und 1996 wurde der Westfalenmeister-Titel der Trimm-Teams nach Ahaus geholt, 1992 gab es nochmal den Vizetitel für die Oldenburger.

Seit 2005 spielt der FC Oldenburg im Ligabetrieb um Punkte, aktuell in der Kreisliga B. Hier ein Duell auf dem Platz an der Ridderstraße bei der jüngsten Stadtmeisterschaft.

Seit 2005 spielt der FC Oldenburg im Ligabetrieb um Punkte, aktuell in der Kreisliga B. Hier ein Duell auf dem Platz an der Ridderstraße bei der jüngsten Stadtmeisterschaft. © Sascha Keirat

2004 brach ein neues Kapitel in der Geschichte an: Der FCO meldete sich beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) an, ab 2005 wurde im offiziellen Spielbetrieb um Punkte gespielt. Nicht ohne Erfolg. „Die Erste spielt in der Kreisliga B – und das soll sie auch“, gibt Dirk Kahla das sportliche Ziel des FC Oldenburg aus. Die zweite und dritte Mannschaft spielen in der Kreisliga D.

„Gleich von Beginn an hatten wir zwei G-Mini-Teams“, betont der Vorsitzende nicht ohne Stolz. Zehn Jugend-Teams sind aktuell angemeldet. Bis zur D-Jugend spielen die Teams gemischt, dann zieht es die Mädchen mittlerweile „zu benachbarten und befreundeten Vereinen“, so Kahla. Aber ein Frauenteam stellt der FC Oldenburg als Spielgemeinschaft mit dem SV Heek, das Team spielt in der Kreisliga A.

Das aktuelle Trainerduo Francisco Fraca und Guido Meyer hat hier das Geschehen von der Bank aus im Blick. Der FC Oldenburg, als Thekenmannschaft gestartet, hat im Jubiläumsjahr eine gut ausgestattete Sportanlage.

Das aktuelle Trainerduo Francisco Fraca und Guido Meyer hat hier das Geschehen von der Bank aus im Blick. Der FC Oldenburg, als Thekenmannschaft gestartet, hat im Jubiläumsjahr eine gut ausgestattete Sportanlage. © Sascha Keirat

Auf eigenem Platz spielt der FCO seit 1982, im Jahr 2008 kam ein zweiter Trainingsplatz mit Flutlichtanlage hinzu. Das Vereinsheim war in den Anfangsjahren laut Chronik eine alte Bauhütte, die 1985 etwas erweitert wurde. Ein Feuer zerstörte das Gebäude 1993, nur ein Jahr später konnte das erste Vereinsheim in Massivbauweise eingeweiht werden. Alles entwickelte sich weiter, heute gibt es sogar einen Schulungsraum auf dem Vereinsgelände.

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Im Jubiläumsjahr hat der Verein rund 500 Mitglieder, der Fußball steht im Mittelpunkt. „Wir sind sukzessive größer geworden“, blickt Dirk Kahla beim Gespräch mit der Redaktion zurück. Aber das Familiäre werde trotzdem betont – ob bei der Weihnachtsfeier für die Jugendabteilung oder wenn es darum geht, anzupacken beim Bau der neuen Tribüne. Oder beim Feiern. Denn die Jubiläumsfeier wird nachgeholt, wenn es wieder möglich ist, betont der Geschäftsführer.

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