Falls eine zweite Corona-Welle kommt: Sind die Krankenhäuser vorbereitet?

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Aktuell ist viel von einer möglichen zweiten Corona-Welle die Rede. Wir haben nachgefragt: Sind die Krankenhäuser der Region für den Fall vermehrter Covid-19-Patienten vorbereitet?

Ahaus, Vreden, Stadtlohn

, 09.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch wenn im Kreis Borken aktuell – Stand Donnerstagvormittag (6. August) – die Zahl der Corona-Infizierten auf 24 gesunken ist: Bundesweit ist die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen so hoch, das landauf, landab von einer möglichen zweiten „Corona-Welle“ gesprochen wird. Wir haben beim Klinikum Westmünsterland, Träger der Krankenhäuser in Ahaus, Vreden und Stadtlohn, nachgefragt, ob diese vorbereitet sind.

„Wir sind im Standby-Modus“

„Wir sind im Standby-Modus“, sagt Tobias Rodig, Pressesprecher des Klinikum Westmünsterland. Und dies schon seit Langem, denn es gab ja die landesweite Vorgabe an die Krankenhäuser, die Kapazitäten zu erhöhen. „Und diese haben wir geschaffen, die sind da“, betont der Sprecher. Das Klinikum Westmünsterland verfüge an seinen Standorten – das sind auch Bocholt, Borken und Rhede – nun über 70 Intensivbetten.

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Die Pläne für den Fall der Steigerung der Covid-19-Patientenzahlen sehen vor, dass im ersten Schritt zehn Prozent dieser Betten auf den Intensivstationen für solche Fälle vorgehalten werden müssen. Steigen die Zahlen weiter an, müssen weitere zehn Prozent „reserviert“ werden, weitere zehn Prozent wieder in einer dritten Stufe. Das für den Fall, „dass sich das Geschehen rasant entwickelt“, erläutert Tobias Rodig.

Aktuell keine Covid-19-Patienten in den sechs Krankenhäusern

Patienten, die mit einer Corona-Infizierung eingeliefert werden, würden auf jeden Fall auf der Isolierstation untergebracht, bei einem schwierigeren Krankheitsverlauf auf der Intensivstation, berichtet Tobias Rodig. Allerdings: Auf Nachfrage der Redaktion ermittelte er am Donnerstagvormittag den aktuellen Stand der Dinge: In keinem der sechs Krankenhäuser des Klinikums werde derzeit auch nur ein Covid-19-Patient behandelt, konnte er mitteilen.

Aktuell laufe der Krankenhausbetrieb in den Klinikum-Standorten in einem normalen Rahmen, auch seien nicht mehr Termine zu absolvieren, weil in den ersten Monaten der Corona-Krise Operationen und Behandlungen verschoben worden waren. Ebenfalls sei im Moment mit Blick auf die Corona-Zahlen nicht geplant, angesetzte Operationstermine zu verschieben, betonte der Sprecher des Klinikums.

Besuchszeiten sind nach wie vor streng geregelt

Nach wie vor würden die strengen Schutzmaßnahmen von den Mitarbeitern angewendet, nach wie vor gebe es Einschränkungen für Besuche der Patienten: Maximal 30 Minuten gilt für den Besuch, jeder Patient darf einen Besucher pro Tag empfangen. Dies sei weiterhin wichtig und notwendig, „um den Eintrag des Virus‘ zu verhindern“, sagt Tobias Rodig.

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