Erfolge überall sichtbar

Ahaus/BRASILIEN Freude und Dankbarkeit prägten die Feier des 50-jährigen Bestehens der Pfarrgemeinde Herz-Jesu in Nova Iguacu - seit 1980 Partnergemeinde von St. Mariä Himmelfahrt Ahaus. Inge Jünemann hat das Jubiläum vor Ort miterlebt.

30.07.2008, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit einem Festhochamt, das Bischof Luciano mit Padre Carlos Antonio und der Pfarrgemeinde feierte, begann das Jubiläumsfest. Eine kleine Foto- und Textausstellung im Vorraum der Kirche erinnert an die Entwicklung der Gemeinde, damals in einem Randgebiet der Großstadt Nova Iguacu gelegen. Die Dokumentation zeigt auch Zeugnisse der jetzt 28-jährigen Partnerschaft mit der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt und von der langjährigen guten Entwicklung der Herz-Jesu-Gemeinde, die auch mit Hilfe aus Ahaus möglich war.

1986 - bei dem ersten Besuch von Inge Jünemann - war die Kindertagesstätte in einem Elendsviertel der Pfarrei am Hang errichtet worden. Nur schwer war sie damals auf einem regendurchfurchten Schlammweg zu erreichen. Heute sind die Straßen dorthin asphaltiert, und alles Nötige kann mit dem Auto dorthin transportiert werden. In den 22 Jahren des Bestehens der Creche werden täglich - außer Samstag und Sonntag - 50 bis 60 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren von morgens bis abends versorgt, ernährt, erzogen und auf die Schule vorbereitet.

Unverzichtbare Hilfe

Für die armen Familien der Umgebung, deren Mütter auf Mitarbeit angewiesen sind, ist diese Einrichtung eine große Hilfe bei der Erziehung ihrer Kinder. Der Saal über der Creche wird für Gottesdienste, Versammlungen, Nähkurse und viele andere Veranstaltungen genutzt. Die Kirche Herz-Jesu selbst besitzt Räume, die dem Pfarrgemeinderat, dem Mütterclub und dem Vinzenzverein dienen.

Die Kapelle "Nossa Senhora da Aparecida", die auch mit finanzieller Hilfe von Ahaus vor 15 Jahren auf einem anderen Hügel im Gebiet der Pfarrgemeinde errichtet wurde, hat sich zu einem Seelsorgezentrum entwickelt. Der Posto Medico, die Medizinstation neben der Kirche Herz-Jesu, ist über 20 Jahre lang mit medizinischen Geräten und Medikamenten von Ahaus aus unterstützt worden. Das Konzept der kostenlosen Behandlung von Kranken hat inzwischen die Stadtverwaltung übernommen, so dass die arme Bevölkerung in diesem Stadtviertel weiterhin Aussicht auf gute medizinische Betreuung hat.

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