Clevere Seniorin täuscht Trickbetrüger – 33-jähriger Mann festgenommen

Falscher Polizist

Eine Ahauser Seniorin fiel nicht auf den falschen Polizisten am Telefon herein. Die Polizei konnte einen 33-jährigen Boten festnehmen, der erzählte, wie der Kontakt zu den Betrügern entstand.

Ahaus

22.02.2021, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Ahauser Senioren ist auf einen falschen Polizisten am Telefon nicht hereingefallen.

Eine Ahauser Senioren ist auf einen falschen Polizisten am Telefon nicht hereingefallen. © picture alliance / dpa

Eine Ahauser Seniorin ließ sich am Freitag nicht ins Bockshorn jagen. Als sich bei ihr telefonisch ein Mann meldete und sich als Polizeibeamter ausgab, durchschaute sie die Masche sofort. Sie hätte auch einfach auflegen und so den Betrugsversuch beenden können. Stattdessen ging sie scheinbar auf das Gespräch ein. Unbemerkt von den Betrügern hatte sie aber ihren Nachbarn gebeten, die Polizei zu informieren.

„Die Seniorin verhielt sich so geschickt, dass die Betrüger nicht bemerkten, dass sie längst durchschaut waren“, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung.

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Als gegen 16.45 Uhr der durch die Betrüger entsandte Bote am Haus im Innenstadtbereich erschien, wurde dieser durch die Polizei festgenommen. Es handelt sich um einen 33 Jahre alten Mann aus Ostwestfalen.

Bote hatte sich im Internet auf Minijob beworben

Er hatte sich im Internet auf einen Minijob beworben und so Kontakt zu den unbekannten Betrügern bekommen. Diese gaukelten Seriosität vor, indem sie den Mann baten, die Steuer-ID mitzuteilen. Zudem boten sie für die Botentätigkeit einen Stundenlohn von knapp über 20 Euro. Obwohl die Zahlungsmodalitäten nicht geklärt waren, kein direkter persönlicher Kontakt zustande kam, geschweige denn ein Arbeitsvertrag vorlag, ging der Mann auf das Angebot ein.

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Er wurde durch die Täter per Online-Kommunikation nach Ahaus geschickt und der 33-Jährige fuhr mit seinem eigenen Pkw von Ostwestfalen ins Westmünsterland. Der oder die Täter hielten Kontakt mit ihm, erklärten ihm immer genau, was er zu tun hat – von der Kaffeepause bis zum Aufsuchen des Übergabeortes. Die Kommunikation wurde auf Deutsch geführt.

Ermittlungen zu den Hintermännern dauern an

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der 33-Jährige entlassen. Die Ermittlungen zu den Hintermännern dauern an.

„Diese Pressemeldung soll auch Warnung und Information für Menschen sein, die auf die beschriebene Art und Weise Jobangebote bekommen. Spätestens, wenn man online auf die Reise geschickt wird, keine genauen Zieladressen bekommt, hingehalten und gesteuert wird, sollte man Verdacht schöpfen und die Polizei informieren“, schreibt die Polizei.

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