Einblicke in den Corona-Alltag: Gereizte und genervte Leute

Coronavirus

Haben Sie das auch schon festgestellt? Je länger die Corona-Beschränkungen anhalten, desto ungeduldiger und gereizter werden die Menschen. Der Ton wird rauer.

Ahaus

, 26.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mein Eindruck: Autofahrer reagieren mit Fortdauer der Corona-Beschränkungen zunehmend gereizter und aggressiver.

Mein Eindruck: Autofahrer reagieren mit Fortdauer der Corona-Beschränkungen zunehmend gereizter und aggressiver. © picture alliance/dpa

Aus dem Homeoffice komme ich aktuell nicht mehr so oft vor die Tür. Aber wenn es doch einmal geht, dann gibt es die ein oder andere unliebsame Überraschung. Auch ich selbst ertappe mich dabei, in den verschiedensten Situationen mitunter genervt zu reagieren.

Was mich nervt? Im Supermarkt zum Beispiel die Leute, die mir an der Kasse von hinten den Einkaufswagen in die Hacken knallen, um zu testen, ob ihr Sicherheitsabstand zu mir wohl auch passt. Nicht ein Mal, nein, zwei oder drei Mal wird der Einkaufswagen vor und zurückgeschoben. Bin ich Luft? Aua.

Ähnlich nervig sind die Menschen, die immer noch ohne Einkaufswagen in den Supermarkt gehen, obwohl schon seit Wochen ein Schild darauf hinweist, den Markt nur noch mit Einkaufswagen zu betreten. Das sind dann die Leute, deren Hauch ich an der Kasse im Nacken spüre. Anstand und Abstand? Fehlanzeige.

Genervt war Anfang der Woche auch ein Rennradfahrer, der auf dem Radweg hinter unserem Haus wohl durch Hundekacke gefahren war. Ich vermute, der hochfliegende Hundehaufen traf ihn am Bein. An meinem Arbeitsplatz blieb das lautstarke Gemecker des Radfahrers in meinen Ohren hängen. Ob er sich in Vor-Corona-Zeiten darüber auch dermaßen aufgeregt hätte? Vermutlich.

Mich nerven momentan weniger die Radfahrer, sondern vielmehr die Autofahrer. Was ich seit den Corona-Beschränkungen, seit der Corona-Krise auf den Straßen zu sehen bekomme, das lässt mich oftmals nur noch den Kopf schütteln.

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Mein Eindruck als Fahrer eines Kleinwagens ist: Da muss von vielen mit dem eigenen Auto noch mehr kompensiert werden als früher. Vielleicht müssen die Fahrer auch mehr Stress abbauen. Ein Hindernis auf der eigenen Spur? Wird überholt, soll doch der andere warten. Vorfahrt im Kreisverkehr? Man muss nur schnell genug reinfahren, soll der andere doch bremsen. Und so weiter, und so weiter. Das muss wieder besser werden.

Ein Fortschritt wäre es schon, wenn die Autobesitzer bei den Hygienevorgaben ähnlich penibel wären, wie sie es bei der Pflege ihres Wagens sind.

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