Ein Stück Himmel über der Mensa

Ahaus Im Betondach der Franzikusschule klaffen große Löcher - mit voller Absicht: Die Schulaula, die die Stadt Ahaus seit Mai für 2,3 Millionen Euro in eine Mensa für den Ganztagsbetrieb umbauen lässt, soll heller werden.

23.07.2008, 18:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Stück Himmel über der Mensa

In rund drei Wochen, wenn die großen Ferien zu Ende sind, wächst die Zahl der Ganztagsschüler an der Hauptschule auf 200. Bis zu den nächsten Ferien im Herbst müssen sie noch mit einem Provisorium vorlieb nehmen, dann dürfen sie sich auf ein ganz neues Übermittags-Gefühl freuen: auf dem Tisch frisch zubereitetes Essen aus der neuen allein schon 235 000 Euro teuren Profi-Küche und dazu von oben erfrischendes Tageslicht.

Die alten Lichtkuppeln auf dem Flachdach des 1969 errichteten Schulgebäudes hatten den Raum darunter nur unzureichend beleuchtet, wie Manfred Prinzwald vom Fachbereich Immobilienwirtschaft der Stadt Ahaus erinnert. Das ist nun vorbei: Lange Streifen grau-blauer Himmel tauchen die Fläche darunter in sanftes Licht - die 500 Quadratmeter große Mensa und die 115 Quadratmeter große Empore, zu der bald eine Freitreppe hochführen wird.

Prinzwald steht über den Dingen - über Schubkarre und Metallträgern - auf einer provisorischen Zwischendecke neben der künftigen Empore im ersten Stockwerk. Seine Hand weist auf die Türen rund um ihn herum: "Das sind die naturwissenschaftlichen Fachräume", erläutert er. Bislang erreichten die Schüler sie über den offenen Rundgang über der Aula. "Den schließen wir jetzt", erläutert der Fachmann. Außen werde so ungestörtes Lernen in abgeschirmten Räumen möglich, innen entspanntes Essen in der Mensa/Aula.

Rohbau fast fertig

Die schweren Betonsägen sind bereits weggepackt. "Der Rohbau ist zu 80 Prozent fertig", erläutert Prinzwald. Jetzt seien die Fachleute vom Trockenbau, von der Elektrotechnik vom Sanitärhandwerk am Zuge. Um die Herde und anderen Geräte betreiben zu können, seien schließlich ganz andere Leitungen notwendig, berichtet Prinzwald, während er die Treppe wieder hinab steigt - zu dem neuen 230 Quadratmeter großen Raum zwischen Aula und ehemaligem Pausengang: der Küche.

Der Einstieg in den Ganztagsbetrieb ist der Anlass für die umfangreichen Bauarbeiten. "Die Schule hätten wir aber ohnehin sanieren müssen", weist Prinzwald auf Maßnahmen im Brandschutz und beim Energiesparen: "Das können wir jetzt gleich mit erledigen." sy-

<p>Über den Dingen und unter dem geöffneten Dach (v. r.): Manfred Prinzwald vom Fachbereich Immobilienwirtschaft, Alfred Klose von der Rechnungsprüfung, Ingenieur Peter Felber aus Dortmund und Hausmeister Paul Rewer.  Lüttich-Gür</p>

<p>Über den Dingen und unter dem geöffneten Dach (v. r.): Manfred Prinzwald vom Fachbereich Immobilienwirtschaft, Alfred Klose von der Rechnungsprüfung, Ingenieur Peter Felber aus Dortmund und Hausmeister Paul Rewer. Lüttich-Gür</p>

Lesen Sie jetzt