Doppelkonzert auf dem Wüllener Festplatz: Musiker betreten die große Bühne

dzSpätsommerkonzert

Corona hat Wüllener Gastronomiebetrieben und Musikern nicht den Mut genommen. Gemeinsam wird Anfang September zum Spätsommerkonzert geladen – mit Biergarten- und Strandkorbatmosphäre.

Ahaus

, 15.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Musikvereine und Spielmannszüge ist durch die Corona-Krise nahezu eine ganze Saison weggebrochen. Viel musste improvisiert werden, um die Vereinsstrukturen unter den aktuellen Rahmenbedingungen aufrechtzuerhalten. Für den Musikverein Wüllen gibt es nun doch die erhoffte Belohnung: Am ersten September-Wochenende (5./6. September) gestaltet er den ersten Teil der Spätsommerkonzerte am Samstagabend. Denn damit sich der Aufwand auch lohnt, legen die Grenzländer Musikanten am Sonntagmorgen noch nach – jeweils auf dem Wüllener Festplatz. Ausrichter sind das Wüllener Unternehmen GastroTec und die Hoestenpumpe.

„Was können wir für Wüllen machen?"

„Christoph Harpers war auf uns zugekommen und fragte, was und in welchem Rahmen denn wohl möglich sei. Zusammen haben wir eine Idee gefunden und setzen diese nun um“, berichtet Marc Böing von GastroTec. Gemeinsam wurde ein Hygienekonzept erarbeitet, dieses wurde von der zuständigen Gesundheitsbehörde genehmigt.

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„Wir hatten uns einfach überlegt, was wir in dieser schwierigen Zeit für Wüllen machen können“, erklärt Christoph Harpers, Dirigent im Musikverein. Bis Karneval sei das Jahr noch normal verlaufen, dann habe Corona den Musikern nahezu alles genommen. Außer den Mut und den Spaß am gemeinsamen Musizieren.

Phänomenale Beteiligung bei den Proben

„Die Beteiligung bei den Proben ist phänomenal, alle sind mit Begeisterung dabei.“ Und dies, obwohl gehörig improvisiert werden muss. Dank großer Unterstützung konnte in der Zwischenzeit auf dem Grundschulhof oder in Hallen und auf Höfen von Unternehmen geprobt werden. Sieben Quadratmeter Platz musste jedem Musiker eingeräumt, die vorgegeben Abstände mussten eingehalten werden. So ist es dem Verein gelungen, ein „abwechslungsreiches Programm“ für das Spätsommerkonzert einzustudieren, so Harpers: „Wir haben sogar in Registern arbeiten können, am letzten August-Wochenende ziehen wir alle noch einmal zu einem Probenwochenende zusammen.“

Märsche, Unterhaltungsmusik und böhmische Klänge

Zweigeteilt wird der Musikverein den Samstagabend gestalten. Eher national wird der erste Teil daherkommen – „dabei gibt es auch Unterhaltungsmusik“, so Harpers. Im zweiten Teil wird es dann international: „Da gibt es dann auch etwas von Frank Sinatra oder auch ‚Hey Jude“ von den Beatles“, ergänzt der Dirigent. Am Sonntagmorgen werden die Grenzländer Musikanten insbesondere „böhmische Klänge“ anstimmen.

Zugelassen werden insgesamt 440 Gäste, die an Achter-Tischen Platz finden werden. Auch während der Konzerte müssen die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden. Eingebettet wird das Programm am Samstagabend in eine „spätsommerliche Atmosphäre“, so wie es der Titel ankündigt. Strandkörbe werden die Tischformationen einrahmen. Das Besondere: Die Strandkörbe werden von den Musikern des Musikvereins in Eigenleistung hergestellt.

Musiker stellen Strandkörbe in Eigenleistung her

„Ein weiteres Zeichen, wie groß die Vorfreude ist, sich endlich wieder einem Publikum zeigen zu dürfen“, weiß Christoph Harpers. Da spätestens zum zweiten Teil des Konzerts die Dämmerung einsetzen wird, wird auch für ein angenehmes Lichtambiente gesorgt werden. Biergartenatmosphäre wird dann den Sonntag bestimmen.

Der Kartenvorverkauf ist mittlerweile angelaufen – ein weiterer wichtiger Schritt. „Jetzt muss einfach das Wetter auch mitspielen und eine zweite Welle sollte uns nicht treffen“, blickt Christoph Harpers voraus. Und er schaut in jeder Hinsicht auf ein besonderes Konzert: Allein die Bühne wird 30 Meter breit und 20 Meter tief sein: „Wir werden komplett coronakonform einen hoffentlich tollen Abend genießen.“ „Für den schicken und planbaren Rahmen sorgen wir", ergänzt Marc Böing für die Veranstalter.

Vorverkauf ist gestartet

  • Einlass zum Konzert am Samstag, 5. September, ist um 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr. Am Sonntag, 6. September, öffnen sich die Türen um 10 Uhr, Beginn ist um 11 Uhr.
  • Der Kartenpreis beträgt 15 Euro inklusive 5 Euro Verzehrgutschein.
  • Karten können im Vorverkauf in der Gaststätte Hoestenpumpe, Tel. (02561) 81025, bei GastroTec, Tel. (02561) 987036, und bei Christoph Harpers, Tel. (0177) 7995817 bestellt werden.
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