Demonstranten fordern in Ahaus: Kreis Borken soll RWE-Aktien verkaufen

Demo in Ahaus

Drinnen in der Stadthalle nahmen nach und nach die Kreistagspolitiker Platz, draußen hielten Atomkraft- und Kohlestromgegner Transparente mit Forderungen in den Händen. Es ging um RWE-Aktien.

Ahaus

, 25.06.2020, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Kreis Borken solle seine RWE-Aktien verkaufen, weil der Konzern noch immer an fossilen Energieträgern wie Braun- und Steinkohle festhalte. Das forderten rund 50 Teilnehmer einer Demo vor der Stadthalle Ahaus, in der der Kreistag tagte.

Der Kreis Borken solle seine RWE-Aktien verkaufen, weil der Konzern noch immer an fossilen Energieträgern wie Braun- und Steinkohle festhalte. Das forderten mehr als 40 Teilnehmer einer Demo vor der Stadthalle Ahaus, in der der Kreistag tagte. © Kippic

Der Kreistag hatte seine Sitzung in die Ahauser Stadthalle verlegt – diese bot Platz für den in Coronazeiten nötigen Abstand. Vor der Sitzung am Donnerstagnachmittag aber protestieren Atomkraft- und Kohlestromgegner vor dem Eingang. Sie hatten eine klare Forderung: Der Kreistag solle sich von seinen RWE-Aktien trennen.

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Aufgerufen hatten dazu Fridays for Future (FFF) Ahaus und die Grüne Jugend aus Ahaus. Aber auch Aktive der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ und des Naturschutzbundes nahmen an der Demo teil. „Wir haben mit 20 Leuten gerechnet, es waren 44. Wir sind sehr zufrieden“, bilanzierte Christopher Eing von der Grünen Jugend Ahaus.

Bei einigen Kreistagsmitgliedern fanden die Protestler auch Interesse. Ina Elpers von FFF Ahaus wies in einer kurzen Rede darauf hin, dass die Auswirkungen des Klimawandels auch im Westmünsterland spürbar seien. Christopher Eing zählte „9 von 100 Gründen gegen Atomkraft“ auf und zog die Parallele zum RWE-Konzern, der Atomkraftwerke wie auch Kohlekraftwerke unterhalte.

Der Kreis Borken solle seine RWE-Aktien verkaufen, weil der Konzern noch immer an fossilen Energieträgern wie Braun- und Steinkohle festhalte. Das forderten  mehr als 40 Teilnehmer einer Demo vor der Stadthalle Ahaus, in der der Kreistag tagte.

Der Kreis Borken solle seine RWE-Aktien verkaufen, weil der Konzern noch immer an fossilen Energieträgern wie Braun- und Steinkohle festhalte. Das forderten mehr als 40 Teilnehmer einer Demo vor der Stadthalle Ahaus, in der der Kreistag tagte. © Kippic

Nora Hassenpflug von der Grünen Jugend Ahaus forderte schließlich die Politiker aus dem Kreis Borken auf, die RWE-Aktien zu verkaufen. Für das Geld schlugen die meist jungen Protestler eine Verwendung vor: die Förderung erneuerbarer Energien im Kreis Borken. Drinnen stand am Abend für den Kreistag die Entscheidung über den Verkauf der RWE-Aktien vor.

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