Das sind die Jobs mit absoluter Hitzegarantie in Ahaus

dzHitze

Wie heiß war es bei Ihnen bei der Arbeit? In den Redaktionsräumen wurde die 30-Grad-Marke locker geknackt. Wir haben aber in Ahaus einen Arbeitsplatz mit 48 Grad gefunden.

Ahaus

, 25.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Es soll Menschen geben, die bei diesen tropischen Temperaturen im klimatisierten Büro arbeiten. Doch nicht alle haben es so gut getroffen. Den Vogel in unserer Umfrage schoss Abihat Beyena-Haile von der Textilreinigung Queengard an der Bahnhofstraße ab: 48 Grad Celsius zeigte am Dienstagmittag das Thermometer an ihrem Arbeitsplatz.

Das mag unter anderem daran liegen, dass die Hemden mit 130 Grad heißem Dampf in Form gebracht werden und die Bügelstation, Trockner und Waschmaschinen auf Hochtouren laufen – schließlich ist jetzt Saison. Anzüge und Kleider sollen für die anstehenden Schulabschlussbälle top aussehen. Wir zeigen auf dieser Seite, wer sonst noch bei der Affenhitze nicht unbedingt um seinen Job zu beneiden ist.

Ist es in der Baugrube kühler?

Martin te Bokkel arbeitet zurzeit in der Baustelle an der Tembrinkstraße in Ahaus. Dort werden Rohre verlegt. Ist es in der Grube kühler? Nein, sagt er. Sein Rezept: Viel trinken, ein bisschen langsamer arbeiten. „Ist ja nur hoch heute so, morgen soll es ja schon wieder kühler werden.“

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Martin te Bokkel arbeitet zurzeit in der Baustelle an der Tembrinkstraße in Ahaus. © Markus Gehring

Pommes-Currywurst oder ein Salat?

70 Grad Celsius sind es an der Fritteuse – Mitarbeiterin Nesibe Körkurt vom Ahauser Grill an der Königstraße ist nicht zu beneiden. Die Hitze wirkt sich auch auf die Bestellungen der Gäste aus. „Die meisten nehmen lieber leichtere Kost wie Reis und Salate.“ Die doppelte Currywurst mit Pommes Mayo ist aktuell nicht so der Renner.

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Nesibe Körkurt vom Ahauser Grill an der Königstraße an der Fritteuse © Christian Bödding

Schutzkleidung muss sein

Die Ahauser Feuerwehrleute Michael Gerling und Philipp Lürick kommen jeweils auf gut 50 Kilogramm Standardausrüstung, die sie bei einem Einsatz tragen. Allein das Atemschutzgerät wiegt an die 18 Kilo. „Es ist wichtig, sich auf Einsätze gut vorzubereiten und viel zu trinken“, sagt Dirk Honekamp, stellvertretender Leiter der Feuer- und Rettungswache. Auch die körperliche Fitness sei von Bedeutung. Alle Löschfahrzeuge verfügen übrigens über einen Trinkwasservorrat.

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Die Ahauser Feuerwehrleute Michael Gerling und Philipp Lürick kommen jeweils auf gut 50 Kilogramm Standardausrüstung. © Christian Bödding

Wie kühl ist es eigentlich am Beckenrand?

Sonja Wältermann arbeitet im Freibad in Alstätte. Die Fachangestellte für Bäderbetriebe versucht, sich bei der Arbeit öfter in den Schatten zu stellen und möglichst viel zu trinken. Sie selbst kommt selten mit den Füßen ins Wasser, höchstens, wenn sie durch die Becken läuft, durch die alle Badegäste beim Wechsel von der Liegewiese zum Becken gehen. Überstunden sind bei dem herrlichen Wetter inbegriffen. „Das ist ja normal bei dem Beruf“, sagt Sonja Wältermann.

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Sonja Wältermann arbeitet im Freibad in Alstätte - und macht zurzeit Überstunden. © Markus Gehring

Die Kühlabteilung lockt Kunden an

Neun Tiefkühltruhen und zwei Kühlräume hat Mikail Saday in seinem Supermarkt „International Food“ an der Coesfelder Straße. Zwar kühlen die Truhen die Waren, doch geben sie auch viel Wärme ab. Sadays Kunden halten sich aktuell gerne etwas länger in der Kühlung auf und begutachten bei sechs Grad Celsius fröstelnd die Wurst- und Milchprodukte. Wie Mikail Saday selbst durch die Hitzetage an seinem Arbeitskplatz kommt? „Viel trinken und einmal die Stunde ins Kühlhaus.“

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Mikail Saday geht in seinem Supermarkt einmal die Stunde ins Kühlhaus. © Christian Bödding

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