Dank tanzender Stars bleiben Tanzkurse ein Dauerbrenner

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Ahaus. Wenn Pascal Hens tanzen kann, dann kann das doch jeder. So denken viele Menschen, die Fans der Tanzshow „Let‘s dance“ sind. Das macht sich auch in einer Tanzschule in Ahaus bemerkbar.

NRW

, 27.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Laut einer repräsentativen Umfrage der Marktforschungsinstitute YouGov und Sinus von 2017 tanzen 51 Prozent der Deutschen zumindest gelegentlich. Und es werden mehr. Die Tanzschulen haben mehr Zulauf, seitdem es Tanzshows wie „Let’s Dance“ gibt. „Es kommen viel mehr zu uns“, sagt Michaela Büscher-Schäfer, Inhaberin der gleichnamigen Clubtanzschule in Ahaus: „Viele haben Tanzen als Hobby entdeckt. Die Shows zeigen, dass auch Laien gut tanzen können.“

Klar, ganz so gut wie in der letzten Let’s Dance-Staffel Pascal Hens, Ella Endlich oder Nazan Eckes dank der professionellen Hilfe getanzt haben, werden sie nicht, die Jugendlichen, Erwachsenen, Senioren, die in der Tanzschule an der Coesfelder Straße regelmäßig tanzen. Aber wer die fünf Stufen des Welttanzprogramms durchlaufen hat und dann in den Casinos weitertanzt, kann schon eine ganze Menge toller Figuren.

Discofox ist sehr beliebt

Am beliebtesten sind die sogenannten Disko-Tänze, die keine Schrittfolge vorgeben. Das ist auch in Ahaus so. „Discofox“ antwortet auch Michaela Büscher-Schäfer auf die Frage, was bei ihr am liebsten getanzt wird. Es gibt sogar eigene Kurse, in denen es sich nur um diesen Tanz dreht. Aber auch Cha-Cha-Cha und andere Standardtänze sind bei den Ahausern beliebt.

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Die aktivsten Tänzer kommen laut Umfrage aus der Altersgruppe 60plus (59 Prozent) und den 18- bis 29-Jährigen. Hier tanzen 56 Prozent. Auch in der Clubtanzschule Büscher-Schäfer sind alle Altersstufen vertreten. Es gibt Kindertanzkurse, später kommen die Jugendlichen vor ihrem Schulabschluss wieder, die ältesten Tänzer sind 70 Jahre.

Es gibt viele Gründe, eine Tanzschule zu besuchen: Spaß an der Bewegung, neue Bekanntschaften, der drohende Abiball. „Später als früher, mit etwa 16 Jahren“, kommen in Ahaus die Jugendlichen in die Tanzschule. „Durch G8 gab es einen deutlichen Knick“, berichtet Michaela Büscher-Schäfer. Dass es jetzt wieder 13 Schuljahre gebe, habe sich bisher noch nicht ausgewirkt.

Dem Zeitgeist angepasst

Die Tanzschulen, so Jürgen Ball, designierter Präsident des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV) haben sich dem Zeitgeist angepasst, böten quasi für jede Generation das entsprechende Angebot und Kurs-Modell. Das kann Michaela Büscher-Schäfer nur bestätigen. 1991 hat ihr Vater Johannes Büscher die Tanzschule übernommen, sie ist seit 2007 die Chefin.

Videoclipdancing ist so ein modernes Angebot, das nicht nur für Jugendliche interessant ist. Hier erlernen die Tänzer die Choreografien der Stars oder die der Clubtanzschule. Demnächst wird auch Breakdance angeboten.

„Line Dance ist ein neuer Trend, der aus Amerika herübergeschwappt ist“, berichtet die Ahauser Tanzlehrerin. Hier tanzen Frauen und Männer in Reihen oder Linien vor- und nebeneinander. Der Vorteil bei diesem Tanz: Hier braucht man keinen Partner.

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