Freibad in Alstätte öffnet Mittwoch, Kombibad in Ahaus bleibt noch zu

dzCoronavirus

Die Freibäder in NRW dürfen ab 20. Mai wieder öffnen. Doch neueste Bestimmungen sind nicht leicht umzusetzen. Deshalb macht Alstätte den Anfang. Im Kombibad in Ahaus wird noch abgewartet.

Ahaus

, 18.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf den 20. Mai haben sie hingearbeitet in den Freibädern in Ahaus und Alstätte. Doch am Samstag kamen die neuen „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ des Landes heraus. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, sagt Betriebsleiter Franz-Josef Bülter. Deshalb steht jetzt nur der Öffnungstermin für das Freibad in Alstätte fest. Hier geht es am Mittwoch los.

Vor allem eine Corona-Vorschrift machte Sorgen. Desinfektionsstationen, Abstand in Kabinen, Tragen von Mund-Nasen-Masken in geschlossenen Räumen – das alles bereitet Bülter keine großen Sorgen. Darauf ist man vorbereitet. Aber es ist jetzt ähnlich wie in der Gastronomie notwendig, die Kundenkontaktdaten zu erfassen. Dafür musste erst einmal eine Lösung gefunden werden.

In Tagen wie diesen wäre der Ansturm sicher überschaubar. Doch wenn es wärmer wird, könnten es in Ahaus schon mal 1500 Tagesgäste sein. Wenn jeder also für eine Kontaktpersonennachverfolgung ein Formular ausfüllen müsste, wäre das schwer umsetzbar. Im Aquahaus ist die Situation außerdem durch die Kombination von Hallen- und Freibad zum Beispiel in Bezug auf Umkleiden komplizierter.

Kombibad öffnet voraussichtlich am 2. Juni

Hier wird also auf den 30. Mai gewartet, wenn nach jetzigem Stand das Land NRW auch die Öffnung von Hallenbädern wieder zulässt. „Voraussichtlich öffnen wir am 2. Juni“, so Bülter. Voraussichtlich: Denn genauso wie jetzt kurzfristig die Hygiene- und Infektionsschutzstandards bekanntgegeben wurden, könnte das genauso kurzfristig auch für die Hallenbäder passieren.

„Wir haben uns mit den benachbarten Freibädern in Stadtlohn, Vreden und Gescher abgestimmt“, so Franz-Josef Bülter zur Situation in Ahaus. „Nicht, dass einer zuerst aufmacht und dann alle dorthin fahren.“ In Alstätte ist alles einfacher. Hier handelt es sich um ein reines Freibad, es ist kleiner und es gibt nicht so viele Räumlichkeiten, so der Betriebsleiter.

Bis zu 3500 Tagesgäste kommen an guten Sommertagen ins Ahauser Freibad, bis zu 1000 ins Alstätter Freibad. 1500 Tagesgäste, so Bülter, sind deshalb in Ahaus auch in Corona-Zeiten durchaus realistisch. „Das wäre wegen der großen Liegefläche in Ahaus durchaus erlaubt.“ Während hier bis zu 1800 Tagesgäste kommen könnten, sind es in Alstätte bis zu 600, maximal 450 gleichzeitig.

Andere Freibäder arbeiten in Corona-Zeiten mit Zeitkontingenten

Andere Freibäder in der Region, zum Beispiel in Ochtrup, so hat der Ahauser Betriebsleiter erfahren, wollen nur noch Zeitkontingente verkaufen, sodass Besucher beispielsweise maximal zwei Stunden im Freibad bleiben können. Dann müssen alle das Bad verlassen und die nächsten Besucher könnten anschließend eingelassen werden. „Das will ich eigentlich nicht“, sagt Franz-Josef Bülter. Alles solle so normal wie möglich sein.

Vor allem um die Kundenkontaktdaten zu erfassen, werden im Freibad in Alstätte keine Einzelkarten verkauft. „Das geht nur noch über Saisonkarten oder Geldwert-Karten“, so Bülter. In beiden Fällen werden beim Erwerb die persönlichen Daten im elektronischen System erfasst. Bei jedem Besuch wird die Karte dann nur über den Scanner gezogen. Und im Fall, dass eine Corona-Infektion bekannt wird, können die Besucher zu dem fraglichen Zeitpunkt ermittelt werden.

Auf die Öffnung vorbereitet ist man in beiden Freibädern. Es bräuchte lediglich einen Vorlauf, um das Wasser aufzuheizen. Das ist jetzt in den kalten Nächten abgekühlt. „Um die Kosten gering zu halten, haben wir es nicht aufgeheizt“, so Bülter. Er rechnet mit drei Tagen Vorlaufzeit. Am Montag, nachdem mit der Geschäftsleitung der Öffnungstermin in Alstätte beschlossen wurde, wurde die Heizung in Alstätte angestellt. Bülter: „Vielleicht ist es am Mittwoch noch nicht 23 Grad warm, aber 21 Grad sollten wir erreichen.“

Freibad Alstätte

  • Das Freibad Alstätte hat geöffnet: Montag 13 bis 20 Uhr, Dienstag bis Freitag 9 bis 20 Uhr, Wochenende und Feiertage 9 bis 18 Uhr.
  • Geldwertkarten gibt es für 20, 40 und 80 Euro. Verbunden ist damit ein Rabatt zwischen 10 und 20 Prozent.
  • Der einzelne Besuch kosten 5,10 Euro, ermäßigt 3,10 Euro, Familien 12 Euro. Die Saisonkarte kostet 158,30, ermäßigt 98,80 Euro. Mit Ahaus Card: 4,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Familien 10,10 Euro, Sommerkarte 142,40 Euro, ermäßigt 88,90 Euro
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