Claudia Platte (47) verlässt Ahaus Marketing und Touristik zum 31. August. Als Geschäftsführerin hatte sie dort erst Anfang 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Jetzt sucht sie nach einer neuen Herausforderung. © Stephan Rape
Geschäftsführerin hat gekündigt

Claudia Platte verlässt das AMT und sucht neue Herausforderungen

Claudia Platte, Geschäftsführerin von Ahaus Marketing und Touristik hat gekündigt. Dreieinhalb Jahre nach ihrem Start in Ahaus sucht sie neue Herausforderungen. Wohin es geht, ist offen.

Die Nachricht am Donnerstag kam aus heiterem Himmel: Claudia Platte, Geschäftsführerin von Ahaus Marketing und Touristik verlässt zum 31. August das Ahauser Stadtmarketing. Vor einer Woche hatte sie ihre Kündigung bei der Stadt eingereicht. Sie habe ihre Entscheidung aber erst selbst den Gesellschaftern des AMT mitteilen wollen.

„Ich habe mir das mehrere Wochen überlegt“, sagt die 47-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Entscheidung sei ihr nicht leichtgefallen, allerdings stand eine Frage für sie im Fokus: „Möchte ich jetzt noch zehn Jahre so weitermachen oder suche ich noch nach einer neuen Herausforderung“, erklärt sie. Am Ende fiel die Entscheidung auf die neue Herausforderung.

Auch habe man versucht, sie zum Bleiben zu überzeugen. „Glücklich waren sie alle nicht“, sagt sie mit Blick auf die Gesellschafter. Doch ihre Entscheidung für einen Neuanfang stand da bereits fest.

Neue Position ist noch nicht klar

Wie der genau aussehen soll, kann sie am Freitag noch nicht beantworten. Es gebe ein Angebot, noch sei aber nichts konkret. „Ich bin ja auch noch ein halbes Jahr hier“, erklärt sie.

Claudia Platte hat die Leitung des AMT Anfang 2018 übernommen. Und wollte in Ahaus viel bewegen. Dabei wurde sie natürlich Anfang 2020 von der Pandemie radikal ausgebremst. „Da geht es uns wie allen anderen Stadtmarketings“, erklärt sie. Veranstaltungen und Aktionen mussten abgesagt werden.

Deswegen blickt sie etwas weiter zurück: Der Tourismus etwa habe in der Stadt einen neuen Stellenwert bekommen. „2019 sind erstmals seit langer Zeit die Übernachtungszahlen in der Stadt wieder gestiegen“, erklärt sie.

Digitale Offensive und Veranstaltungen

Weitere Erfolge seien im Rückblick auch die Digitalisierung des Ahaus-Gutscheins oder auch die Einführung der Ahaus-App und der Facebook-Seite „Ahaus geht ab“. Der Ahaus-Gutschein wird inzwischen von 176 Unternehmen in Ahaus und den Ortsteilen akzeptiert. Allein die Facebook-Seite „Ahaus geht ab“ haben (Stand Freitag, 5. März) 3.586 Nutzer abonniert.

Auch bei den Veranstaltungen habe das AMT nachsteuern können. Etwa beim Stadtfest: „Da konnten wir 2019 wieder einen kleinen Topact auf die Bühne bringen“, sagt Claudia Platte.

Da sieht sie auch die Aufgaben für die kommenden Monate: „Wir wollen mit kleinen Events starten, sobald es wieder möglich ist“, sagt sie. Es gehe einfach darum, den Menschen wieder etwas zu bieten und die Innenstadt zu fördern. Vor dem Hintergrund freut sie sich auch auf die gerade neu beschlossenen geförderten Ahaus-Gutscheine.

Knotenpunktsystem soll im Frühjahr eingeführt werden

Daneben werde in diesem Frühjahr endlich das Knotenpunkt-System für die Radwege in der Umgebung eingeführt, das dann bis in die Niederlande reichen soll. „Da können wir vielleicht ein kleines Anradeln organisieren“, sagt sie. Das hänge natürlich immer von den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung ab.

Eine Frage, die unsere Redaktion ihr zum Beginn ihrer Tätigkeit gestellt hat, mag sie auch drei Jahre später noch nicht beantworten: Hat Ahaus Schattenseiten oder gibt es Punkte, an denen das Potenzial noch nicht ausgeschöpft wird? „Ahaus ist eine moderne Stadt, die viel zu bieten hat. Schattenseiten sehe ich nicht“, sagt sie.

Abschied fällt ihr schwer

Ausdrücklich lobt sie die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren in der Stadt. „Als Außenstehender wird es einem sehr leicht gemacht, überall hineinzukommen“, erklärt sie. Definitiv ein Vorteil für ihre Nachfolge.

Auch wenn sie aus freien Stücken geht, falle ihr der Abschied schwer: „Ich werde mit zwei weinenden Augen gehen“, gibt sie zu. Vor allem die Mitarbeiter im AMT werden ihr fehlen. Aber bis zum Abschied ist ja noch etwas Zeit.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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