Bürgermeisterin Karola Voß hat mit einer Live-Übertragung bei Facebook über den aktuellen Stand im Rathaus berichtet und Fragen von Ahausern beantwortet. In loser Folge will sie das Format ungefähr einmal monatlich anbieten. © Stephan Rape
Facebook-Live

Bürgermeisterin Karola Voß will regelmäßig auf Facebook live senden

Zwischen 40 und 60 Ahausern haben live verfolgt, was Bürgermeisterin Karola Voß aus dem Rathaus zu berichten hatte. Vor allem die Fragen nach Wohngrundstücken brannten ihnen unter den Nägeln.

Punkt 18 Uhr hat am Donnerstagabend die zweite Live-Sendung von Bürgermeisterin Karola Voß bei Facebook begonnen. Sie dauerte knapp 34 Minuten. Zwischen 40 und 60 Ahausern – so zumindest der offizielle Zähler von Facebook – verfolgten das Live-Video auf der Facebook-Seite der Stadt Ahaus. Darin teilte Karola Voß zunächst allgemeines aus der Verwaltung mit und ging dann auf Fragen ein.

Zunächst zur Coronasituation: Stand Donnerstagabend gab es in Ahaus 94 Infizierte. Ein deutlicher Rückgang gegenüber den Tagen zuvor, im Kreis Borken aber immer noch der höchste Wert aller Kommunen. Einerseits sei sie froh darüber, dass die Zahlen zurückgingen. Andererseits sei immer noch unklar, wie die Zahlen im Detail bewertet werden können. „Es ist sehr schwierig, die Zahlen nachzuvollziehen“, erklärte Karola Voß.

Verwaltung arbeitet aus dem Homeoffice und per Videokonferenz

Klar sei, dass sich auch im Rathaus die Arbeit radikal verändert habe. Ein Großteil des Personals arbeite im Homeoffice. Nach Möglichkeit sollen auch Einwohner von persönlichen Terminen momentan absehen. „Wir arbeiten täglich in Videokonferenzen, was man sich noch vor ein paar Monaten kaum hätte vorstellen können“, fasste sie es zusammen. Und zog als Fazit: „Das klappt ganz gut.“ Auch in größeren Runden.

Die Fragen im Live-Talk drehten sich hauptsächlich um die knappen Baugrundstücke in der Stadt und den Ortsteilen und deren Vergabe. Wie Karola Voß erklärte, hätten sich Verwaltung und Politik um möglichst neutrale Kriterien bemüht. So sei derzeit geregelt, dass ein Interessent der Vermögen oder bereits eine eigene Immobilie hat, bei der Vergabe städtischer Grundstücke nicht in der ersten Reihe stehe. „Das ist derzeit so geregelt, aber auch nicht in Stein gemeißelt“, erklärte sie.

Nachfrage nach Grundstücken viel höher als das Angebot

Insgesamt sei die Nachfrage aber eben deutlich größer als das Angebot. Vor diesem Hintergrund richtete sie auch an Eigentümer unbebauter Grundstücke die Bitte, diese Flächen auf den Markt zu bringen. „Auch wenn das natürlich nicht einfach ist“, ergänzte sie. Denn oft habe die Stadt schlicht keinen Zugriff auf eine Fläche. Gespräche würden sich lange hinziehen.

Ähnlich wie bei Wohngrundstücken sehe es in den Gewerbegebieten aus. Gerade in Wüllen gebe es momentan keine verfügbaren Flächen.

Eine weitere Frage drehte sich um den Stand des Radwegekonzepts. Eine Information der Bürger soll dazu im zweiten oder dritten Quartal dieses Jahres nachgeholt werden. Ein Fachbüro prüfe gerade, welche Vorschläge aus der Bürgerbeteiligung sich umsetzen ließen. Auch die Politik bekommt das Thema auf die Tagesordnung. In einer Ausschusssitzung Anfang April sollen die Fortschritte vorgestellt werden.

Bürgermeisterin zieht positives Fazit nach zweiter Livesendung

„Erst einmal bin ich sehr zufrieden“, sagt sie einen Tag später im Telefonat mit unserer Redaktion. Gerade auch, weil die Zuschauer viele Fragen gestellt hätten. „Genau dieser direkte Kontakt ist ja gewünscht“, sagt sie.

Ungefähr einmal im Monat möchte sie künftig weiter bei Facebook auf Sendung gehen. Ob zukünftige Ausgaben einem strengeren Muster folgen, ob Fragen vielleicht vorab eingereicht werden sollen oder es einen längeren Infoblock aus der Verwaltung geben soll, will sie nun näher planen.

Reguläre Einwohnersprechstunde wird fortgeführt

Daneben gibt es weiterhin die reguläre Einwohnersprechstunde: Immer am ersten Montag im Monat können sich Einwohner zwischen 16 und 18 Uhr mit ihren Anliegen und Anregungen direkt an die Bürgermeisterin wenden – auch telefonisch oder per Videokonferenz.

Für die Gespräche im Büro der Bürgermeisterin werden für die jeweils erste Stunde Termine im Viertelstunden-Rhythmus vergeben. Die zweite Stunde bietet die Möglichkeit zum Gespräch ohne Anmeldung. Termine und den Kontakt vermittelt Marc Frieler vom Büro der Bürgermeisterin, Tel. (02561) 72111 oder per E-Mail an m.frieler@ahaus.de.

„Die beiden Formate ergänzen sich, denke ich, sehr gut“, sagt Bürgermeisterin Karola Voß dazu.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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