Breiter Fahrradweg und Parkplatz-Anlage an der Parallelstraße geplant

dzBahnhofsumfeld

An der Ahauser Parallelstraße könnten bis zu 150 zusätzliche Parkplätze entstehen. Außerdem geplant: ein Zweirichtungsradweg, der eine direkte Verbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt schafft.

Ahaus

, 05.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es soll Bewegung kommen ins erweiterte Bahnhofsumfeld. Richard Bömer vom Tiefbauamt der Stadt Ahaus präsentierte dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr in der jüngsten Sitzung die Pläne für einen Ausbau/Neubau der Parkplatz-Anlage an der Parallelstraße und für eine mögliche Radwegeverbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt. Die Stadt Ahaus hofft dabei auf Fördergelder des Landes.

„Die Anlage an der Parallelstraße könnte zum einen den Parkplatzbedarf des Jutequartiers auffangen. Zum anderen hätte man allgemein eine hohe Zahl an Stellplätzen in Innenstadtnähe“, erklärte Richard Bömer die Vorteile. Schon heute sehe man, dass die wenigen Parkplätze, die sich direkt am Bahnhof und an der Parallelstraße befinden, kaum ausreichen. „Der Bedarf ist auf jeden Fall gegeben.“

Bis zu 150 Stellplätze an der Parallelstraße

Geplant ist die Anlage auf der Bahnhofsseite der Parallelstraße. Dort, wo sich aktuell noch Grünflächen und ein alter Lagerschuppen befinden. Bis zu 150 Autos könnten dort in Zukunft Platz finden. Richard Bömer sieht an dieser Stelle viel Potenzial: „Man könnte es auch als Park-and-Ride-Parkplatz nutzen.“ Zu diesem Teil des Plans gehört aber ein weiteres Puzzleteil, das der Mitarbeiter der Stadt ebenfalls präsentierte: ein Radweg vom Bahnhof bis in die Innenstadt. Dieser soll, so schlägt es Bömer vor, zunächst über die Parallelstraße auf die van-Delden-Straße führen und schließlich am Domhof ankommen.

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Der Fahrradweg soll nicht wie bisher nur schmal an der Straße vorbeiführen, sondern die bisherige Parkplatzreihe an der Parallelstraße verdrängen. Der Zweirichtungsradweg soll laut der ersten Plänen vier Meter breit werden, der Gehweg daneben 2,5 Meter. Wichtiger Punkt: „Der Baumbestand könnte im Wesentlichen erhalten bleiben“, betonte Richard Bömer.

Bahnhofstraße für Fahrradfahrer ein „Überlebenskampf“

Als Alternative zur Parallelstraße stand zwischenzeitlich die Bahnhofstraße im Raum. Für die Stadtverwaltung eignet sich diese allerdings nicht. Von einem „allmorgendlichen Überlebenskampf“, sprach Bömer und untermalte diese Aussage mit mehreren Fotos. Dort war zu sehen, wie Autos aus den Querstraßen die Radwege blockieren und so schon jetzt eine große Gefahr für Fahrradfahrer darstellen. „Es ist offensichtlich, dass das ist Zukunft nicht die Hauptverbindungsroute zwischen Bahnhof und Innenstadt sein kann“, so Richard Bömer.

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Die präsentierten Pläne fanden bei den Mitgliedern des Ausschusses Anklang. Ludwig Niestegge (UWG) erklärte: „Sehr fahrradfreundlich, das kann man nur begrüßen.“ Thomas Vortkamp (CDU) ergänzte: „Es entspricht dem, was wir uns am Bahnhof vorstellen. Das unterstützen wir auf jeden Fall.“

Lagerschuppen muss weichen, Schaltanlage nicht

Einige Fragen kamen allerdings während der Diskussion doch noch auf. So erklärte Richard Bömer, dass der Lagerschuppen, der früher von der Bahn genutzt wurde, weichen müsse. Anders als die Schaltanlage, die „auf jeden Fall stehen bleibt“.

Zusichern konnte der Mitarbeiter des Stadt Ahaus, dass es Stellplätze und Lademöglichkeiten für Elektroautos geben wird. Konkreter wollte er aber nicht werden und nannte auch den Grund: „Bis zur Umsetzung werden noch Jahre vergehen. Wir wissen noch gar nicht, welche Arten von Mobilität dann gefragt sind.“

Der Ausschuss empfahl dem Rat schließlich einstimmig, auf Grundlage des Vorentwurfs einen ersten Bauabschnitt zu planen und dafür Fördergelder beim Land NRW und der Bezirksregierung zu beantragen.

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