Boshafte Diven glänzen in gepfefferter Revue

Kabarett zum Weltfrauentag

Auch 2014 verdienen Frauen bis zu 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Diese mehr als traurige Tatsache war jetzt zum Weltfrauentag in aller Munde.

AHAUS

11.03.2014, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diventreffen: Regine Leonore Birkner alias Greta Mulhouse und Jutta Seifert alias Marlene Goldwin.

Diventreffen: Regine Leonore Birkner alias Greta Mulhouse und Jutta Seifert alias Marlene Goldwin.

Am Montag jedoch, am kabarettistischen „Divenabend“ aus gleichem Anlass in der Villa van Delden, bekamen alle das, was sie verdienen: Die zahlreichen Besucherinnen der bissig-bösen Revue einen amüsanten und kurzweiligen Abend – und die Herren der Schöpfung zur Erheiterung des weiblichen Publikums „ihr Fett weg“. Eingeladen hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ahaus, Sybille Großmann. Bereits der Anblick der beiden „Diven von Welt“ entlockte den Zuschauerinnen ein Lächeln: Glamourös in schwarz-rote Roben gekleidet gaben sie in bisweilen frech-frivolen Frauengesprächen Einblicke in ihre ganz eigene, von Männern, amourösen Verhältnissen und Fröschen geprägte Welt.

„Glauben sie, wir haben etwas gegen Männer?“, fragte Jutta Seifert alias Marlene Goldwin mit einem schelmischen Lächeln. Ganz im Gegenteil, sie persönlich sei Verfechterin der Liebhaberalisierung aller Männer. Doch was wäre eine Revue ohne musikalische Untermalung? Keine Revue natürlich – und so übernahm die zweite der beiden Diven, Regine Leonore Birkner alias Greta Mulhouse, stimmreich, nicht weniger boshaft und dennoch humorvoll den musikalischen Teil des Abends. So anmutig und sentimental ihre Lieder auch klangen, so gepfeffert und böse waren die Texte. Thematisiert wurden vor allem die unschönen Seiten einer Beziehung: „Ein Veilchen auf dem Auge wächst, wenn du es mit der Faust bedeckst“, besang sie das Thema Gewalt in der Ehe. Spitzzüngig und bissig scheuten die beiden glamourösen Damen vor nichts und niemandem zurück und überzeugten damit das Publikum. Spätestens mit ihrer „Ode an die Männer“, in der sie sich verbal und vor den Augen des begeisterten Publikums „sich einen Kerl ans Knie banden“, wobei besagter „Kerl“ zu einem kleinen grünen, am Strumpfband der Damen befestigten Frosch geschrumpft war, hatten sie die Zuschauerinnen von ihrem kabarettistischen Können überzeugt.

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