Beim Osterfeuer gibt es einiges zu beachten

dzOster-Brauchtum

Noch knapp eine Woche können in Ahaus Osterfeuer angemeldet werden. Wer sich an dieser beliebten Brauchtumspflege beteiligen möchte, der muss einige Vorschriften beachten.

12.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Osterfeuer als Brauchtumspflege ist auch in Ahaus sehr beliebt. Rund 60 Anmeldungen liegen dem zuständigen Fachbereich Sicherheit und Ordnung für dieses Osterfest vor – weitere können und werden noch folgen. Geplante Osterfeuer müssen beim Fachbereich bis spätestens Donnerstag, 18. April, unter Angabe des genauen Abbrennortes und eines erreichbaren Verantwortlichen angemeldet werden. Denn es gibt genaue Vorgaben, an die sich die Veranstalter halten müssen – „zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“, teilt die Stadt Ahaus mit. Sonst drohen Sanktionen.

Schwerpunktmäßig erhält der Fachbereich Sicherheit und Ordnung für die Außenbereiche Anmeldungen für Osterfeuer. Vereinzelt werden aber auch Osterfeuer im Stadtgebiet angemeldet. Auch deshalb gilt: „Wichtig ist, dass die Warnhinweise beachtet und ernst genommen werden“, erklärt Guido Brüning, stellvertretenden Fachbereichsleiter. In der Vergangenheit seien keine größeren Verstößeerkannt worden. Ein wesentlicher Aspekt der Vorschriften ist die Zeit, in der Osterfeuer abgebrannt werden dürfen. Entzündet werden dürfen diese allein am Osterwochenende, sprich am Ostersamstag, -sonntag oder –montag und das nicht vor 17 Uhr. Bis spätestens 23 Uhr muss es dann vollständig abgebrannt oder gelöscht sein. Das Feuer muss bis zum vollständigen Abbrennen durchgehend von mindestens zwei Personen überwacht werden. Eine dieser Personen muss volljährig sein. Verzichtet werden sollte übrigens grundsätzlich auf Brandbeschleuniger – sie liefern nicht allein wegen möglicher entzündlicher Dämpfe ein Gefahrenpotenzial, sie können auch ins Grundwasser sickern. Auch darf nicht an jedem Ort willkürlich ein Feuer entfacht werden. Die Allgemeinheit, besonders die Nachbarschaft, darf durch das Osterfeuer nicht gefährdet oder durch Rauch- und Geruchsbelästigung übermäßig belästigt werden. Als Vorkehrung ist beim Abbrennen der Osterfeuer ein Mindestabstand von 200 Metern zur nächsten Bebauung einzuhalten.

Stichprobenartige Prüfung

In den Osterfeuern können geeignete pflanzliche Rückstände wie zum Beispiel unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste mitverbrannt werden. Nicht verbrannt werden dürfen hingegen Abfälle. Dazu zählen zum Beispiel beschichtetes und behandeltes Holz - hierunter fallen auch behandelte Paletten oder auch Schalbretter - oder Altreifen. Plastik hat schon gar nichts in Osterfeuern zu suchen. Wer Müll verbrennt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und verursacht zusätzliche Geruchsbelästigung. „Das Verbrennen von ungeeignetem Material oder die unterlassene Anmeldung eines Osterfeuers kann zu einem kostenpflichtigen Einsatz der Feuerwehr führen und außerdem bußgeldrechtlich geahndet werden.“ Darauf weist die Stadt Ahaus in einer Mitteilung hin. Die Stadt schaut genau hin – teils auch schon vorab: „Stichprobenartig werden vor allem die größeren Feuer kontrolliert. Eine Begleitung und Organisation findet hier teilweise auch schon durch die Löschzüge statt“, ergänzt Guido Brüning.

Noch Anmeldungen zu erwarten

Wichtig: Vielerorts wird das Brennmaterial schon längere Zeit vor dem Osterfest aufgeschichtet. Davon kann man sich auch in diesen Tagen wieder überzeugen. Tiere nutzen dieses als Unterschlupf. Das aufgehäufte Material sollte daher am Tag des Anzündens genau inspiziert, besser noch vorsichtig umgeschichtet werden. Sonst besteht die Gefahr, dass die „untergetauchten“ Tiere nicht flüchten können.

Nimmt man die Zahlen aus den Vorjahren zum Vergleich, dann sind noch einige Anmeldungen zu erwarten. 2016 verzeichnete die Stadt 158 Anmeldungen, 2017 163 und 2018 164. Es ist folglich noch viel Luft nach oben.

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