Baugebiet Hoher Kamp West: Grundstücksvergabe noch nicht abgeschlossen

dzReihenhausgrundstücke

Mitte November 2019 endete die Bewerbungsfrist für ein Grundstück im neuen Baugebiet Hoher Kamp West 2. Abschnitt. Abgeschlossen ist das Vergabe-Verfahren noch immer nicht.

Ahaus

, 30.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Krise relativiert im Moment einiges. Selbstständige sorgen sich um ihre Existenz, so mancher Berufstätige wurde von seinem Arbeitgeber schon in Kurzarbeit geschickt. Dem ein oder anderen Ahauser Häuslebauer mögen sogar Gedanken kommen, ob das aktuelle Bauvorhaben nicht doch lieber in die Zeit gesetzt wird.

Gut sechs Monate sind verstrichen, seit die Stadtverwaltung das Bewerbungsverfahren für die Vergabe der Baugrundstücke im Baugebiet „Hoher Kamp West Abschnitt 2“ startete.

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Das Verfahren begann am 28. September vergangenen Jahres, die Bewerbungsfrist endete am 15. November. Ende Januar 2020 erhielten die rund 200 Grundstücks-Interessenten Post von der Stadt, fast 70 konnten sich über eine Zusage freuen. Doch noch immer ist die Grundstückszuteilung nicht abgeschlossen.

„Verfahren läuft noch“

Der Grund: „Das Verfahren bezüglich der Vergabe der restlichen Reihenhausgrundstücke läuft derzeit noch“, teilt Stefan Hilbring von der Pressestelle der Stadt Ahaus auf Anfrage unserer Redaktion schriftlich mit.

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Mitte vergangener Woche gab es noch neun freie Reihenhausgrundstücke. Aus einem Schreiben der Stadt geht hervor, dass neun Bewerber auf ihre Zuteilung – ausschließlich Reihenhausgrundstücke – verzichtet hatten.

Allerdings gibt es laut Stadt innerhalb der vorliegenden Bewerber auch für die Reihenhausgrundstücke noch ausreichend Bewerber. Der Fachbereich Immobilienwirtschaft hatte Anfang März nicht zum Zuge gekommene Bewerber angeschrieben. Die Stadt bat um Antwort, sollte Interesse an einem Reihenhausgrundstück bestehen.

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Aktuell bereite die Stadtverwaltung die Grundstückskaufverträge vor, teilt Stefan Hilbring mit. Seien die Verträge geschlossen, könne danach eine Bebauung erfolgen. Im Baugebiet zwischen der Ikemannstraße und der Hamalandstraße/Wessumer Straße sowie den Wohngebieten Vestert und Hoher Kamp stehen Flächen für 51 Einfamilienhäuser-, sechs Doppelhäuser und elf Reihenhäuser zur Verfügung.

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Das von der Stadtverwaltung praktizierte neue Vergabeverfahren – mit einem Punktesystem und einem Kriterienkatalog – hatte bei der Grundstücksvergabe für erheblichen Ärger gesorgt (wir berichteten mehrfach). So gab es zum Beispiel einen Punktabzug für Wohneigentum – nicht jedoch für Ersparnisse in beispielsweise sechsstelliger Höhe.

Klageandrohungen

Mehrere Personen hatten gegenüber der Münsterland Zeitung erklärt, gegen die Vergabekriterien der Stadt rechtlich vorgehen zu wollen. Passiert ist das bislang noch nicht – zumindest hat die Stadtverwaltung noch keine Schriftsätze von Juristen oder Klageandrohungen auf dem Schreibtisch. Das berichtet Stefan Hilbring auf Nachfrage.

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Gleichwohl will sich die Verwaltung Gedanken machen, wie sie künftige Grundstücks-Vergabeverfahren für die Öffentlichkeit transparenter gestalten kann. Das hatte der Technische Beigeordnete Thomas Hammwöhner jüngst erklärt. Was sich ändern soll, dazu konnte Stefan Hilbring keine Aussagen treffen. Die einzelnen Punkte müssten vorab mit der Politik besprochen werden.

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