B70-Umbau in Alstätte soll fast zwei Jahre dauern – Pendler können sich dennoch freuen

dzB70 in Alstätte

Die Umbauarbeiten an der B70 in Alstätte sollen mindestens bis Ende 2021 andauern, sagt Manfred Ransmann von Straßen NRW. Doch er hat auch gute Nachrichten für alle Autofahrer.

Ahaus

, 26.02.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon seit einer Woche steht fest: Der Umbau der B70 in Alstätte beginnt nach mehrjähriger Planung am kommenden Montag, 2. März. Nun wurden die genauen Pläne für die Bauarbeiten präsentiert. Es geht um mehrere Millionen Euro, die in die Erneuerung und den Umbau investiert werden sollen. Beim Fertigstellungs-Termin waren sich die Beteiligten allerdings nicht ganz einig.

„Wir freuen uns, dass die Maßnahme nun losgeht“, erklärte Manfred Ransmann, Leiter der Straßen-NRW-Regionalniederlassung Münsterland. Das Bauprojekt soll insgesamt 4,9 Millionen Euro kosten. Mit 900.000 Euro beteiligt sich der Kreis Borken an den Arbeiten, weitere 99.000 Euro kommen von der Stadt Ahaus.

Zwei Unfallstellen verschwinden in Alstätte

Etwa drei Kilometer lang ist die Strecke, die umgebaut werden soll, sagte Bruno Tenhumberg, von Straßen-NRW. Die Baumaßnahmen werden in vier Abschnitte unterteilt. Gestartet wird mit Arbeiten an der Straße ab der Kreuzung K22/Enscheder Straße. „Dann werden wir sukzessive weiterarbeiten“, erklärte Tenhumberg.

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Neben den beiden neuen Kreisverkehren an den Kreuzungen B70/Enscheder Straße und B70/Haaksbergener Straße soll auch die Fahrbahn der B70 selbst erneuert werden. Die beiden Kreuzungen gelten schon länger als Unfallschwerpunkte. „Wir schaffen endlich zwei Unfallstellen ab“, freute sich Manfred Ransmann.

B70 soll nie komplett gesperrt werden

Zudem erhält die Bundesstraße einen neuen, 2,5 Meter breiten Geh- und Radweg und auch die Fahrbahn zwischen den Einmündungen Deventer Weg und Gronauer Straße erhalten eine Instandsetzung. Der Geh- und Radweg, verriet Bruno Tenhumberg, werde aber nicht überall direkt neben der B70 entstehen. An einigen Stellen werde er sich aufgrund topografischer Gegebenheiten ein wenig von der Straße entfernen.

Am 2. März starten die Bauarbeiten an der B70 in Alstätte. Nun gaben (v.l.) Manfred Ransmann, Kai Zwicker und Thomas Hammwöhner weitere Infos zu dem Millionenprojekt bekannt.

Am 2. März starten die Bauarbeiten an der B70 in Alstätte. Nun gaben (v.l.) Manfred Ransmann, Kai Zwicker und Thomas Hammwöhner weitere Infos zu dem Millionenprojekt bekannt. © Pascal Albert

„Das ist für uns eine große, aber auch gute Maßnahme für Alstätte“, erklärte Thomas Hammwöhner von der Stadt Ahaus. Besonders über den neuen Rad- und Gehweg freute er sich: „Der Radverkehr liegt uns am Herzen. Es ist wichtig, da eine gute Infrastruktur herzustellen.“

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Obwohl die Bundesstraße also groß umgebaut wird, sind keine Umleitungen geplant. Es habe keine sinnvolle Möglichkeit gegeben, den Verkehr umzuleiten, erklärte Tenhumberg. „Alles wird unter laufendem Verkehr stattfinden.“ Sowohl die L575 beziehungsweise die Enscheder Straße sowie die K22 könnten aber „abgebunden werden“. Nur die B70 werde immer befahrbar sein.

„Hoffentlich wird es Ende 2021 fertig“

Allerdings nur eingeschränkt. Dass das für Autofahrer nicht immer angenehm sein werde, wisse er, doch „es geht nicht anders“. Es werde aber alles dafür getan, „damit der Verkehr nicht behindert wird“, sagte Manfred Ransmann.

Und auch ein zweites Versprechen machte er: Der Verkehr zum Holland Markt Ter Huurne, der über die Kreuzung B70/Haaksbergener Straße erreichbar ist, werde immer aufrecht erhalten. Irgendwann werde es dort aber eine sogenannte Drei-Phasen-Ampelschaltung geben, um den Verkehr in alle Richtungen zu regeln, so Tenhumberg.

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Ein ungefähren Fertigestellungs-Zeitraum nannten die Beteiligten ebenfalls schon. „Hoffentlich wird es Ende 2021 fertig“, sagte Manfred Ransmann. Als „sehr diplomatisch beschrieben“ bezeichnete hingegen Dr. Kai Zwicker, Landrat des Kreises Borken, den Termin. „Die Witterung können wir nicht beeinflussen“, sagte er und deutete damit an, dass auch eine spätere Fertigstellung möglich sei. „Wir haben 500 Tage zur Verfügung“, fügte Bruno Tenhumberg hinzu.

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