Das Cinetech-Autokino auf dem Ahauser BBS-Parkplatz an der Fürstenkämpe war ein voller Erfolg. Dominik Paffrath macht nun Hoffnungen auf mehr. © Madlen Gerick
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Autokino bleibt ein Renner: „Leute stürzen sich auf alles“

Auch in diesem Frühjahr bietet das Cinetech wieder Open-Air-Kino an verschiedenen Standorten an. Die Nachfrage ist enorm. Auch mangels anderer Freizeitaktivitäten.

Autokinos fristeten in den vergangenen Jahrzehnten eher ein Schattendasein. Doch mit der Corona-Pandemie hat sich das schlagartig verändert. In der ganzen Republik schossen Open-Air-Events aus dem Boden. Dominik Paffrath, Inhaber der Cinetech-Kinos, hat bereits früh auf dieses Pferd gesetzt. Auch jetzt, über ein Jahr nach Beginn der Pandemie, reißt die Nachfrage nicht ab.

Bis zur vorletzten Woche war das Team vom Cinetech in Rheine unterwegs, mittlerweile ist man nach Epe weitergezogen. Dort können die Besucher nun Familienfilme, Komödien und sogar Dokumentationen auf der gestochen scharfen, 30 Quadratmeter großen LED-Wand verfolgen. „Im Vergleich zur Projektion hat LED den Vorteil, dass wir auch schon nachmittags Filme zeigen können. Vor allem von Familien mit Kindern wird das sehr gut angenommen“, so Paffrath.

Auch Ahaus, Vreden und Stadtlohn im Blick

Nach Epe soll nicht Schluss sein. Im Auge hat der Cinetech-Betreiber noch weitere Stationen. „Konkrete Anfragen gibt es aus Vreden und Stadtlohn. Auch Ahaus haben wir natürlich weiterhin im Blick.“ In trockenen Tücher sei aber noch nichts. „Die Gespräche laufen.“ Vorteil im Vergleich zu 2020: Die Konzepte sind fertig geschrieben, müssen nur vereinzelt an die Corona-Schutzverordnung angepasst werden. „Das vereinfacht den Austausch mit der Genehmigungsbehörde beim Kreis Borken enorm“, berichtet Dominik Paffrath.

Auch aktuell gelten strenge Regeln für das Autokino: Sollten zum Beispiel Personen aus zwei verschiedenen Haushalten im Pkw sitzen, gilt die Maskenpflicht. Auf die für einen Kinobesuch passende Verpflegung müssen die Besucher hingegen nicht verzichten. Es gibt Popcorn und Nachos, alles doppelt verpackt und komplett steril an der Fensterscheibe übergeben. „Getränke verkaufen wir aus hygienischen Gründen nur aus Flaschen“, erklärt der Cinetech-Betreiber.

Bestellt wird das alles schon bei der Buchung des Tickets. „Auf Bargeld oder Vor-Ort-Verkauf verzichten wir komplett. So steht es auch in der Corona-Schutzverordnung“, so Paffrath. Doch welche Filme zeigt man in einer Zeit, in der coronabedingt kaum etwas Neues auf den Markt kommt? „Am Ende macht es der Mix. Wir zeigen relativ aktuelle Filme, aber auch ausgesuchte Klassiker. Aktuell muss man sagen: Mangels anderer Freizeitaktivitäten sind die Besucher nicht besonders wählerisch und stürzen sich auf alles“, sagt der Kinobetreiber und lacht.

Info: Tickets für das Autokino vom Cinetech gibt es online unter: www.cinetech.de. Der Eintritt pro Auto beträgt 15 Euro.

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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