Gerade noch stehen sie festlich geschmückt in den Wohnzimmern, schon haben die Weihnachtsbäume (fast) ausgedient. Am 9. Januar werden sie in Ahaus und den Ortsteilen von verschiedenen Verbänden eingesammelt. © dpa
Verbände sammeln

Ausgediente Weihnachtsbäume werden trotz Corona am 9. Januar gesammelt

Die ausgedienten Weihnachtsbäume werden in Ahaus und den Ortsteilen am 9. Januar eingesammelt. Wegen des Coronavirus müssen sich die freiwilligen Helfer allerdings neu organisieren.

Die Feiertage sind gerade erst vorbei, doch in vielen Wohnzimmern wird die geschmückte Tanne so langsam ihre Äste hängen lassen und auch schon die ein oder andere Nadel von sich geworfen haben. Es hilft nichts, der Baum muss wieder raus aus der guten Stube. Doch wie läuft das in der Corona-Krise?

Die gute Nachricht vorne weg: Wie auch außerhalb der Corona-Pandemie haben in Ahaus und den Ortsteilen die üblichen Gruppen angekündigt, die ausgedienten Weihnachtsbäume einzusammeln. Dazu machen sie sich am Samstag, 9. Januar, auf den Weg – allerdings in Kleingruppen und natürlich unter Einhaltung der Coronaschutzverordnung. Große Treffen beim Sammeln oder beispielsweise das gemeinsame Mittagessen der ehrenamtlichen Helfer müssen ausfallen.

So sind die Sammelaktionen geplant:

Ahaus

In Ahaus übernimmt die Messdienergemeinschaft St. Marien die Sammelaktion. Die Messdiener St. Marien bitten vorab um Anmeldung. Sie sammeln erstmals auch im Einzugsgebiet von St. Josef die ausgedienten Tannenbäume ein. Diese ist am Freitag, 8. Januar, von 8 bis 18 Uhr telefonisch möglich. Dazu ist die Telefonnummer (02561) 8961625 geschaltet. Vorher sind Anmeldungen bereits über die Internetseite der Messdiener (www.messdiener-ahaus.de) möglich. Mit eingesammelten Spenden wird die eigene Messdienerarbeit sowie die Kinderkrebshilfe in Weseke unterstützt.

Alstätte

Die Kolpingsfamilie Alstätte will ebenfalls am kommenden Wochenende die alten Weihnachtsbäume im Ort einsammeln. Die Sammlung soll dort am 9. Januar zwischen 9 und 15 Uhr über die Bühne gehen. Ähnlich wie die Aktion rund um die Sternsinger soll aber auch das komplett kontaktlos geschehen, erklärt der Vorsitzende Wolfgang Vogelsang im Gespräch mit unserer Redaktion. Deswegen sind dort Spenden an der Haustür nicht möglich. Sie können per Überweisung oder in einer der Spendendosen in den örtlichen Banken abgegeben werden. Die Dosen stehen dort bis zum 17. Januar. Der Erlös ist für die örtlichen Alten- und Behinderteneinrichtungen vorgesehen.

Eine große und gemeinsame Weihnachtsbaumaktion wie hier 2020 in Wessum muss in diesem Jahr natürlich ausfallen. Die Bäume werden von den Verbänden in den Orten dennoch eingesammelt. Bei der Spendensammlung gibt es unterschiedliche Ansätze.
Eine große und gemeinsame Weihnachtsbaumaktion wie hier 2020 in Wessum muss in diesem Jahr natürlich ausfallen. Die Bäume werden von den Verbänden in den Orten dennoch eingesammelt. Bei der Spendensammlung gibt es unterschiedliche Ansätze. © privat © privat

Graes

Die Katholische Landjugendbewegung Graes (KLJB) wird am Samstag, 9. Januar, ab 10 Uhr Bäume im Ortsteil einsammeln. Auch dort ist keine Anmeldung erforderlich. Die Bäume sollen allerdings gut sichtbar an die Straße gelegt werden. Nur so sei die Sammlung möglich. Spenden können mit Blick auf das Coronageschehen nicht persönlich entgegengenommen werden. Sie könnten aber an den Bäumen befestigt werden. Die Erlöse sind für die Bücherei St. Josef Graes bestimmt.

Ottenstein

In Absprache mit der Stadt Ahaus werden auch in Ottenstein die Weihnachtsbäume eingesammelt. Dort übernehmen diesen Dienst die Messdiener der Gemeinde St. Georg. Die Bäume, die mitgenommen werden sollen, sollen am Samstag, 9. Januar bis 8 Uhr gut sichtbar am Straßenrand liegen. Pastoralreferent Benedikt Rake betont, dass die Messdiener in diesem Jahr wegen des Coronavirus’ keine Weihnachtsbäume aus dem Haus, der Garage oder dem Garten holen dürfen.

Mögliche Spenden sollen an den „Eltern- und Freundeskreis der Menschen mit Behinderung Ahaus“ gehen. „Bei so kleinen Beträgen macht kein Mensch eine Überweisung“, erklärte Benedikt Rake. Deswegen hat er mit Zustimmung der Stadt eine Alternative entwickelt: Geldspenden werden an den Türen mit Obstpflückern eingesammelt. Durch die langen Stangen kann der Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden. „Das ist zumindest im Moment der Stand der Dinge“, erklärt Benedikt Rake am Montag.

Wessum

Die Wessumer Kolpingsfamilie macht sich am Samstag, 9. Januar, ab 10 Uhr auf den Weg, um die Bäume einzusammeln. Sie sollen gut sichtbar und abgeschmückt an die Straße gelegt werden. Auch in Wessum ist die Abholung der Bäume kostenlos. Die Kolpingsfamilie Wessum bittet allerdings ebenfalls um Spenden. Sie sind per Überweisung oder sogar per Paypal (paypal.me/kolpingwessum) möglich. Darüber hinaus werden in den örtlichen Banken sowie in den Bäckereien bis zum 17. Januar Spendendosen aufgestellt. Die Spenden sind für die Jugendarbeit und die Ferienspiele im Ort bestimmt.

Wüllen

Am 9. Januar machen sich ab 12 Uhr auch die Mitglieder der Kolpingsfamilie Wüllen auf den Weg. „Wir ziehen die Aktion am Wochenende durch wie grundsätzlich geplant“, sagt Bernd Sibbing vom Vorstand der Kolpingsfamilie Wüllen. Natürlich werde auch dort auf Mindestabstände und die Einhaltung der Coronaregeln geachtet. Er mag noch nicht abschätzen, wie sich die Spenden in diesem Jahr entwickeln. Sie sind per Überweisung möglich. Zusätzlich würden Spardosen bei den örtlichen Banken aufgestellt. Auch dort könne die Spende abgeliefert werden. Man müsse sich einfach darauf verlassen, dass die Menschen diese Wege nutzen würden.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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