In der Augenklinik Ahaus werden schon jetzt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zweimal pro Woche getestet. Ab nächster Woche sogar täglich. © privat
Coronavirus

Augenklinik Ahaus: Testoffensive für Kampf gegen Coronavirus

Zukünftig kommt man nur noch mit negativem Schnelltest in die Augenklinik Ahaus – egal ob als Mitarbeiter oder Patient. Der Wunsch von einer eigenen Teststation erfüllt sich aber nicht.

Die Augenklinik Ahaus ist in der Region ein Vorreiter, wenn es um das Thema „Testen“ geht. Bereits seit über einem halben Jahr werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenigstens einmal in der Woche per Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus getestet. Als vor wenigen Wochen die Testpflicht für Unternehmen eingeführt wurde, konnte man darüber bei der Augenklinik daher nur müde lächeln.

Nun hat man entschieden, freiwillig noch einen Schritt weiter zu gehen. Ab dem 1. Mai sollen nur noch diejenigen Zutritt zur Augenklinik erhalten, die ein tagesaktuelles und negatives Schnelltest-Ergebnis vorweisen können. Das bedeutet: Die Mitarbeiter werden ab dem nächsten Montag (3. Mai) nicht mehr zweimal, sondern fünfmal pro Woche getestet. Auch für die im Durchschnitt über 500 Patienten am Tag gilt die Regelung. „Der einzige Weg aus der Pandemie führt über konsequentes Testen und schnelles Impfen“, erklärt dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl.

Tests als Gegengewicht zur Mobilität

Stephanie Hemling, bei der Augenklinik für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, ergänzt: „Wir sind uns natürlich auch unserer besonderen Verantwortung bewusst. Durch die Corona-Schutzverordnung soll Mobilität eingeschränkt werden, aber unsere Patienten – die teilweise eine weite Anreise haben – sind nun einmal auf ärztliche Versorgung angewiesen.“ Mit der Testoffensive möchte die Augenklinik eine Art Gegengewicht bilden, um die Infektionsgefahr auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Augenklinik Ahaus plante eine externe Teststelle, die fußläufig erreichbar ist. Dieser Wunsch bleibt aber unerfüllt.
Die Augenklinik Ahaus plante eine externe Teststelle, die fußläufig erreichbar ist. Dieser Wunsch bleibt aber unerfüllt. © privat © privat

Während die bisherigen Tests allesamt in den Praxisräumen durchgeführt wurden, sollen in Zukunft auch die öffentlichen Schnellteststationen von Patienten und Mitarbeitern genutzt werden. Wegen der räumlichen Nähe rückt dabei vor allem die Pop-up-Station am Oldenkottplatz in den Fokus. Wenn es nach der Augenklinik gegangen wäre, hätte das aber nur eine Übergangslösung sein sollen.

Wunsch von eigener Teststation erfüllt sich nicht

Bei der Stadt Ahaus und dem Kreis Borken bemühte man sich intensiv um die Genehmigung einer eigenen, aber öffentlich zugänglichen Teststation. Als Ort wurde der Parkplatz „Am Schloßgraben“ ins Auge gefasst, nur wenige Schritte vom Haupteingang der Klinik entfernt.

Genutzt hätte man dafür die Holzhütten, die bis vor Kurzem noch in der Innenstadt Platz fanden. Mittlerweile ist klar: Dieser Wunsch erfüllt sich nicht. „Uns wurde mitgeteilt, dass die Dichte der Teststationen in Ahaus bereits ausreichend ist. Wir haben Verständnis dafür und sind froh darüber, dass wir in der Stadt auch so gut aufgestellt sind“, erklärte die Augenklinik am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Matthias Gerl ergänzt: „Durch den guten Austausch mit der Stadt Ahaus und dem Betreiber der Schnellteststation am Oldenkottplatz haben wir eine optimale Lösung gefunden. Die Teststation öffnet nun zwei Stunden früher, also um 7 statt um 9 Uhr. Ein großer Vorteil, unter anderem für unsere Patienten.“

Stephanie Hemling blickt insgesamt optimistisch in die Zukunft: „Für die Modellkommune Ahaus, an deren Start wir noch immer glauben, spielen Tests eine zentrale Rolle. Dazu möchten wir einen Beitrag leisten. Schon jetzt hören wir von vielen unserer Patienten, dass sie ihren negativen Schnelltest nach dem Arztbesuch dafür nutzen, um noch in der Innenstadt shoppen zu gehen.“

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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