Atommüll: Ahauser Rat trifft sich am 30. Juli zur Sondersitzung

Brennelemente-Zwischenlager Ahaus

Die Bezirksregierung hat die Lagerung schwach- und mittelradioaktiven Abfalls bis 2057 in Ahaus genehmigt. Mitten in den Sommerferien. Deswegen tagt auch der Rat – mitten in den Sommerpause.

Ahaus

, 21.07.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Blick in die Halle, in der in Ahaus-Ammeln schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Containern gelagert werden.

Ein Blick in die Halle, in der in Ahaus-Ammeln schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Containern gelagert werden. © BGZ/C. Mick

Das hat in Ahaus viel Unmut hervorgerufen: Zur Halbzeit der Sommerferien hatte die Bezirksregierung Münster am Freitag (17. Juli) bekannt gegeben, dass schwach- und mittelradioaktiver Abfall über den 20. Juli 2020 hinaus bis Ende 2057 in einem Teil des Ahauser Zwischenlagers gelagert werden darf.

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Die UWG hatte gleich am selben Tag, die CDU nach einer Vorstandssitzung am Sonntag Anträge an die Stadt Ahaus gestellt: Der Rat möge „zeitnah“ tagen. Dies sei wegen der Einhaltung der Fristen nötig. Gerade dieser Umstand ist es, der die Kommunalpolitiker verärgerte. Ab dem 24. Juli werden die Pläne schon öffentlich ausgelegt.

Stadtrat trifft sich am 30. Juli zur Sondersitzung

Die Stadt Ahaus teilte am Dienstagabend mit, dass es gelungen sei, einen Termin für die Sondersitzung zur Verlängerung der Einlagerungsgenehmigung am Zwischenlager Ahaus zu finden: Am Donnerstag, 30. Juli, findet die öffentliche Sitzung ab 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses statt.

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Eingeladen zur Ratssitzung sind auch Vertreter der Bezirksregierung Münster, die am 17. Juli die Verlängerung der Genehmigung der Lagerung schwach- und mittelradioaktiven Abfalls bis 2057 bekannt gegeben hatte, sowie der Betreibergesellschaft des Zwischenlagers (BGZ). „Sie haben ihre Teilnahme zugesagt“, so die Stadt Ahaus in ihrer Pressemitteilung.

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