Angriff auf Ahauser Polizeibeamte am Montag vor dem Landgericht

Vier Angeklagte

Immer wieder durch Brutalität – auch gegen Polizeibeamte – sind mehrere Ahauser aufgefallen. Gegen diese beginnt jetzt ein mehrtägiger Prozess vor dem Landgericht in Münster.

Ahaus

von Bernd Schlusemann, pd

, 16.01.2021, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Prozess gegen die vier Ahauser beginnt am Montag vor dem Landgericht in Münster.

Der Prozess gegen die vier Ahauser beginnt am Montag vor dem Landgericht in Münster. © Matthias Münch (A)

Schwere räuberische Erpressung wirft die Staatsanwaltschaft vier Männern aus Ahaus vor. Am Montag beginnt vor dem Landgericht in Münster der Prozess gegen die Ahauser im Alter von 18 bis 55 Jahren.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf die Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) kann es vermehrt zu kurzfristigen Terminänderungen kommen. Hierüber können Sie sich auf der Homepage des Landgerichts Münster informieren (www.lg-muenster.nrw.de).

Im November 2019 sollen zwei Angeklagte im Alter von 18 und 24 Jahren in den frühen Morgenstunden zunächst einen 27-jährigen Mann auf offener Straße gewaltsam attackiert haben, um sich in den Besitz eines neuwertigen Handys zu bringen. Nicht einmal drei Stunden später sollen sie ein weiteres Opfer zu Boden gebracht und mehrfach auf dessen Oberkörper und Kopf eingetreten haben, um ihn zur Herausgabe seines Geldbeutels zu bewegen.

Erst als sie festgestellt hätten, dass dieser leer sei, hätten sie von ihm abgelassen, schreibt das Landgericht in der Vorschau für den Prozess.

Auf Opfer eingetreten

Etwa einen Monat später soll es wiederum – ebenfalls in Ahaus – zu einer Auseinandersetzung zwischen dem 24 und dem 26 Jahre alten Angeklagten einerseits und einem Mann andererseits gekommen sein, in deren Verlauf die beiden Angeklagten auf den Geschädigten eingetreten haben sollen. Zu einem weiteren Vorfall soll es dann im Mai 2020 in Ahaus gekommen sein.

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In der Nacht soll es auf dem Vorplatz der Stadtbibliothek einen polizeilichen Einsatz anlässlich einer nächtlichen Ruhestörung gegeben haben. Dort sollen die Polizeibeamten auf den 26 Jahre alten Angeklagten getroffen sein, der sich geweigert habe, sich auszuweisen.

Faustschläge und Fußtritte in Richtung eines Polizeibeamten

Im weiteren Verlauf soll der Angeklagte mit mindestens zwei Faustschlägen sowie Fußtritten in Richtung eines Polizeibeamten versucht haben, diesen zu verletzen. Nach einem Fluchtversuch soll der Angeklagte dann gestellt worden sein, wobei er die Polizeibeamten beleidigt und bespuckt habe.

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Derweil sei auch der 24 Jahre alte Angeklagte hinzugekommen, der einen Polizeibeamten mit Faustschlägen sowie kraftvollen Körperstößen attackiert habe. Mit dem Einsatz des Reizstoffsprühgeräts soll der Angeklagte zurückgedrängt worden sein.

Schließlich soll auch der 55 Jahre alte Angeklagte, Vater der beiden anderen Angeklagten, hinzugekommen sein und einem Polizeibeamten einen Faustschlag in den Nacken versetzt haben.

Prozess mit Fortsetzungsterminen

Die 3. Große Strafkammer am Landgericht in Münster verhandelt in einem Fortsetzungstermin gegen die Ahauser (3 KLs 20/20): 18.01.2021, 9.15 Uhr, mit Fortsetzung am 21.01. (9.15 Uhr), 03.02. (12.00 Uhr) und 12.02.2021 (9.15 Uhr), jeweils Saal A 23.
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