Alstätter Möbelhaus „van Weyck“ rüstet sich mit großem Umbau für Zukunft

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Neues Brandschutzkonzept, modernere Optik, größere Ausstellungsfläche: Das Alstätter Möbelhaus van Weyck gleicht aktuell einer Großbaustelle. Alles, um für die Zukunft gewappnet zu sein.

Alstätte

, 28.07.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der einen Ecke sprühen die Funken, in der anderen Ecke wird geschraubt und gehämmert. Die Umbauarbeiten an der Haaksbergener Straße beim Möbelhaus van Weyck in Alstätte laufen auf Hochtouren. 1100 Quadratmeter wurden hier in den vergangenen Wochen komplett entkernt. Parallel läuft das normale Geschäft weiter. Geschäftsführer Jürgen van Weyck ist immer mittendrin. Pendelt zwischen Büro, Kundengesprächen und Baustelle.

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„Ich bin froh, wenn der Trubel hier vorbei ist“, gibt er lachend zu. Denn schon vor vier Jahren starteten die Planungen für das Großprojekt. Ende August soll es – Stand jetzt – endlich abgeschlossen werden. Viel Geld nahm das Alstätter Unternehmen in die Hand, um das Möbelhaus für die Zukunft gut aufzustellen.

Ausstellungsräume erhalten modernere Optik

„2014 haben wir die gesamte Außenfassade neu machen lassen. Das Innenleben passte dazu ehrlich gesagt nicht mehr. Deshalb wird auch hier eine modernere Optik Einzug erhalten“, sagt Jürgen van Weyck. Vor allem der Eingangsbereich soll einladender gestaltet werden. „Das ist für den Kunden der erste Eindruck. Und der muss stimmen.“

In diesen Tagen pendelt Jürgen van Weyck zwischen Baustelle, Kundengesprächen und seinem Büro.

In diesen Tagen pendelt Jürgen van Weyck zwischen Baustelle, Kundengesprächen und seinem Büro. © Johannes Schmittmann

Doch nicht nur die Optik wird sich ändern. „Wir haben uns noch einmal vergrößert“, erklärt van Weyck. Damit ist nicht nur die Ausstellungsfläche gemeint, sondern auch der im Hinterhof entstandene 300 Quadratmeter große Bürotrakt. „Es wurde einfach zu eng. Wir saßen bisher Schreibtisch an Schreibtisch. Das war keine Dauerlösung.“

Neuer Schulungs- und Aufenthaltsraum

Auch einen Schulungs- und Aufenthaltsraum wird es für die insgesamt 18 Mitarbeiter im Neubau geben. „Das wurde allerhöchste Zeit. Bisher mussten wir immer improvisieren“, berichtet der Alstätter Unternehmer. Parallel zu den „kosmetischen Eingriffen“ wird auch das mit Feuerwehr und Stadt abgestimmte Brandschutzkonzept umgesetzt.

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„Das ist ein echter Kraftakt. Durch die Vergrößerung müssen wir deutlich mehr Auflagen erfüllen“, sagt van Weyck. Motoren für Absauganlagen mussten verbaut, neue Kanäle durch das gesamte Gebäude gelegt werden. Viel Arbeit, die den Alstätter aber besser schlafen lässt: „Meine Familie wohnt über dem Geschäft. So fühle ich mich einfach sicherer.“

Nächste Generation steht in den Startlöchern

Apropos Familie: Die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern. Tochter Ina van Weyck hat gerade ihr duales Studium zur Betriebswirtin im Möbelhandel abgeschlossen und sammelt als Assistenz der Geschäftsführung extern Erfahrung. Perspektivisch soll sie aber in das Familienunternehmen zurückkehren. „Mit 60 würde ich gerne die Hauptverantwortung abgeben“, sagt Jürgen van Weyck.

Bis dahin sind es allerdings noch fünf Jahre. Und der Alstätter verspürt weiterhin große Lust an seinem Job: „Wir haben ein richtig gutes Team und ich gehe jeden Tag mit Spaß zu Arbeit. Ich kann in den Urlaub fahren und trotzdem läuft der Laden.“ Für selbstverständlich hält er das nicht. „Die Konkurrenz ist riesig. Egal ob durch das Internet oder die Riesen der Branche. Um da bestehen zu können, muss man mitziehen. Und das machen hier alle.“

Kundenzufriedenheit „das A und O“

Dass das Möbelhaus van Weyck sich im Vergleich zu vielen anderen kleinen- bis mittelständischen Möbelhäusern halten kann, sei kein Zufall: „In diesem Bereich ist die Kundenzufriedenheit das A und O. Das fängt zum Beispiel damit an, dass bei uns nur gelernte Tischler als Monteure arbeiten. Das merken die Kunden.“

So habe man auch die Coronakrise bisher einigermaßen stemmen können: „Die Frequenz ist zwar geringer geworden, aber die Menschen investieren gerade zu dieser Zeit in ihr Zuhause. Richtig weh getan haben uns natürlich die fünf Wochen, als wir komplett schließen mussten.“ Und weh tut es auch, dass das 75-jährige Bestehen des Unternehmens in diesem Jahr wohl nur im kleinen Kreis gefeiert werden kann.

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