Helferin Doris Schnell (l.) testete unter anderem ihre eigene Mutter Elisabeth Berthues. © Anna-Lena Haget
Corona-Test

Alstätter Gastronom André Hörst öffnet Teststation in Ottenstein

Darauf haben viele Ottensteiner Bürger gewartet: Am 1. Mai wurde eine Coronateststation am Sportplatz eröffnet. Rund 250 Personen nutzten am ersten Tag die Gelegenheit, sich testen zu lassen.

Eigentlich ist die Stadt Ahaus mit Corona-Teststationen bereits überversorgt. Das sagt zumindest die Statistik. Der Andrang in Ottenstein am vergangenen Samstagmorgen straft diese Statistik Lügen. Rund 250 Anmeldungen hat die neue Drive-Through-Station auf dem Parkplatz am Sportplatz allein an diesem Tag verzeichnet. Betreiber André Hörst zeigt sich an diesem Vormittag zufrieden mit dem Projekt. Der Gastronom aus Alstätte spürt die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie zur Zeit am eigenen Leib.

Um so mehr setzt er sich dafür ein, dass sein Betrieb und zahlreiche andere in absehbarer Zeit wieder öffnen dürfen. Ein negativer Coronatest sei der sicherste Weg dorthin. „Es gibt viele Gastronomen, die schon so eine Teststation betreiben. Durch das Netzwerk, das wir haben, haben wir die Möglichkeit, das Equipment schnell zu besorgen“, erklärt der Alstätter.

Betreiber André Hörst freut sich, wie gut das Angebot der Corona-Testtation angenommen wird.
Betreiber André Hörst freut sich, wie gut das Angebot der Corona-Testtation angenommen wird. © Anna-Lena Haget © Anna-Lena Haget

Nicht nur mit dem Auto, auch auf Fahrrädern oder zu Fuß haben sich Testwillige auf den Weg zur Teststation gemacht. Eine von ihnen ist Elisabeth Berthues. Zwar konnte sie im Voraus keinen Termin per App ausmachen, da sie kein Smartphone besitzt – für einen Coronatest ist dies aber kein Hindernis. Sie füllt einfach vor Ort ein Formular aus, ehe ihre Tochter Doris Schnell ihr mit einem Wattestäbchen zu Leibe rückt.

Doris Schnell, die sich als Helferin in der Station engagiert, macht mit ihren Kollegen an diesem Tag noch Hunderte von Nasenabstrichen. Aber ihre eigene Mutter zu testen, ist natürlich etwas Besonderes. Elisabeth Berthues ist zufrieden mit dem Ablauf: „Es war ganz gut. Ich arbeite bei der Caritas in Stadtlohn in der Kurzzeitpflege und da werden wir auch jeden Tag getestet“, erklärt sie.

Mini-Labor vor Ort

Die Schlange vor dem Durchgangspavillon wird länger. Die Ergebnisse bekommen die Getesteten für gewöhnlich innerhalb einer Viertelstunde aufs Handy. In einem Container neben dem Pavillon ist ein Mini-Labor eingerichtet, in dem zwei weitere Mitarbeiter die beschrifteten Tests auswerten. Auch für André Hörst liegen die Vorteile einer Teststation direkt am Ort klar auf der Hand: „Die älteren Leute, die zum Friseur wollen, brauchen dafür einen negativen Test. Sonst hätten sie erst nach Ahaus fahren müssen“, sagt er.

Und noch einen Service bieten die Mitarbeiter an: „Für Leute, die mit der Installation nicht klarkommen, gibt es auch das Angebot, dass wir denen die App einrichten“, ergänzt der Gastronom. Wie lange die Teststation am Ottensteiner Sportplatz Bestand haben soll, ist noch nicht klar. André Hörst will, dass sie so lange wie nötig geöffnet bleibt – egal, ob das nun ein, zwei oder drei Monate dauern wird.

Sieben Tage pro Woche gibt es das kostenlose Angebot, von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag 10 bis 16 Uhr. Termine sind auch über das Internet buchbar (www.corona-testen.in)

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Anna-Lena Haget
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