Landgericht Münster

Ahauser wollte seine Noch-Ehefrau töten – Prozess am Landgericht

Ein Ahauser muss sich in der kommenden Woche vor dem Landgericht verantworten. Ihm wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Er soll seine Noch-Ehefrau mit einem Messer verletzt haben.
Der Prozess findet am Landgericht Münster statt. © picture alliance/dpa

Ein 29-jähriger Mann aus Ahaus steht ab kommendem Mittwoch (22. Juli) vor dem Landgericht in Münster. Die Anklagevertretung wirft ihm versuchten Totschlag vor. Er soll im Oktober 2019 versucht haben, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau zu töten.

In den Abendstunden soll er sich mit einem noch in seinem Besitz befindlichen Schlüssel Zutritt zu dem Wohnhaus der Frau in Ahaus verschafft haben. Offenbar wollte der Mann sie mit einem Messer bedrohen. Laut Staatsanwaltschaft hatte es eine Klingenlänge von 21 Zentimetern. In Folge einer Rangelei soll der mutmaßliche Täter die Frau zu Boden gestoßen und mit dem Messer mehrfach in Bauchrichtung gestochen haben.

Frau konnte Stiche mit den Händen abwehren

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er hierbei tödliche Verletzungen des Opfers „billigend in Kauf nahm“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Der Zeugin soll es gelungen sein, die Stiche mit den Händen abzuwehren, bis schließlich die aufgrund eines Streits schon im Vorfeld herbeigerufenen Polizeibeamten erschienen seien.

Die Ahauserin soll durch die Tat zahlreiche schwere Schnittverletzungen an den Händen erlitten haben, zudem Stichwunden am Fuß und Oberschenkel.

Prozessbeginn am Landgericht in Münster ist Mittwoch um 9 Uhr. Das Gericht hat drei weitere Verhandlungstermine am 24., 29. und 30. Juli angesetzt (jeweils 9 Uhr, Saal A 23). Im Landgericht herrscht Masken- und Anmeldepflicht.

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