Ahauser Tafel beendet Zwangspause wegen Coronavirus

Corona-Krise

Ahauser Tafel beendet ihren Notbetrieb und freut sich auf die Wiedereröffnung am 4. Mai. Kunden müssen sich aber auf einige Einschränkungen einstellen.

Ahaus

01.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Zwangspause bei der Ahauser Tafel kann beendet werden. Trotz der Corona-Krise beginnt dort wieder die reguläre Lebensmittel-Ausgabe.

Die Zwangspause bei der Ahauser Tafel kann beendet werden. Trotz der Corona-Krise beginnt dort wieder die reguläre Lebensmittel-Ausgabe. © dpa

Nachdem vor einigen Wochen die reguläre Tafelausgabe geschlossen werden musste, können die Verantwortlichen jetzt erfreut mitteilen, dass die Lebensmittelausgabe am 4. Mai wieder neu startet.

Die Zwangspause wurde intensiv genutzt, konnte Mathilde Fischer, als Vorsitzende des Sozialdiensts katholischer Frauen (SKF), berichten, sodass nunmehr unter, zunächst deutlich veränderten Voraussetzungen, die erneute Ausgabemöglichkeit gewährleistet werden kann.

Resonanz bei ehrenamtlichen Helfern war riesig

Alle Ehrenamtlichen wurden angeschrieben, um zu erfahren, wer, wann, wie und wo wieder dabei sein möchte. Die Resonanz war so groß, dass die ersten Ausgaben im Mai sichergestellt werden können. Für die diese Bereitschaft der ehrenamtlichen Tätigkeit unter so erschwerten Bedingen, möchte der SKF noch einmal ausdrücklich Danke sagen und auch schon jetzt bei allen Lebensmittelgeschäften, die sich ausnahmslos über den Anruf der „Wiedereröffnung“ gefreut haben.

Unter Berücksichtigung eines, für die Tafel entwickelten Hygienekonzeptes, sind alle Kunden angeschrieben und gebeten worden, in der nächsten Woche punktgenau und verteilt über acht Zeitkorridore zur Tafel zu kommen. Alle Kunden benötigen eine Maske, desinfizieren sich die Hände vor Ort und haben die Möglichkeit eine gepackte Lebensmitteltasche aus Jute mitzunehmen. So werden 500 Jutetaschen, die der Tafel für diese neue Ausgabeform gespendet wurden, zurückgenommen und von Ehrenamtlichen zuhause heiß gewaschen, damit sie dann für die nächste Ausgabe zur Verfügung stehen. So ergeben sich, auch aus der Not heraus geboren, ganz andere, umweltfreundliche Möglichkeiten.

Kunden der Tafel waren über Notfall-Lösung sehr froh

In den vielen Kundengesprächen wurde deutlich, dass man froh und dankbar gewesen sei, dass man im Notfall kommen durfte und nun die Freude groß ist, wieder regelmäßig bei der Tafel Gast sein zu dürfen. Johannes Lügering als Ansprechpartner der Ahauser Tafel konnte weiter berichten, dass über den Zeitraum der Schließung über 150 große Jutetaschen unentgeltlich an die, besonders in Not geratene Kunden, ausgegeben werden konnten.

Aber auch die Ehrenamtlichen beklagten eine Art „Tafel-Entzugserscheinung“ und freuen sich sehr, ab der nächsten Woche wieder im Einsatz sein zu können.

Da die Tafel mit dem Notbetrieb nunmehr so richtig „leer gefegt“ ist, wird gebeten, möglichst viel haltbare Lebensmittel wie etwa Nudeln, Mehl, Zucker, Öl oder Konserven zu spenden. Diese können jederzeit zu den Öffnungszeiten des Sozialdiensts katholischer Frauen an der Schlossstraße 16 in der Zeit von 9 bis 12 Uhr abgegeben werden.

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