Ahauser sollen bunte Mützen gegen den Klimawandel stricken

dzUmweltschutz

Stricken gegen den Klimawandel? Sicher keine endgültige Lösung, aber ein Symbol, das für Aufmerksamkeit sorgen soll. Annette Kroschner aus Ahaus erklärt, was es damit auf sich hat.

von Lioba Laudenbach

Ahaus

, 21.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Klimamützen gegen den Klimawandel ist ein farbenfrohes Konzept, das aufzeigen soll, wie weit der Klimawandel bereits fortgeschritten ist. Annette Kroschner, Inhaberin des Ahauser Geschäfts ,,Kreativ mit Wolle‘‘ will ihre Kunden auf den Klimawandel aufmerksam machen und bietet die Klimamützen zum Selberstricken an.

Bunte Mützen gegen den Klimawandel

Hinter den bunten Farben der Mütze steckt dabei eine gar nicht so fröhliche Nachricht: Die Linien gehen auf den Klimaforscher Ed Hawkins zurück: Er hat mit dem bekannten Diagramm die Durchschnittstemperaturen seit 1881 dargestellt. Je weiter die Farben ins Rote gehen, desto höher war in dem jeweiligen Jahr die Durschnittstemperatur. Und auch das Strickmuster beweist es: Je näher die Daten zur Gegenwart rücken – in diesem Fall zum Zipfel der Mütze – desto höher wurde die Durchschnittstemperatur und desto weiter ins Rot geht die Farbe der Mütze.

Wer also die Strickanleitung befolgt, erhält am Ende bunt gestreifte „Klimamützen“, die durch die Trägerinnen und Träger ein Zeichen für den Klimaschutz setzen sollen. Annette Kroschner, Inhaberin des Ahauser Wollladens, verkauft die bunten Mützen in der Strickaktion zu den „Warming Stripes NRW – Barcode des Klimawandels“ in ihrem Laden.

Selber Machen statt fertig Kaufen

Die Mütze, die Annette Kroschner in ihrem Laden ,,Kreativ mit Wolle‘‘ verkauft, kommt nicht fertig zum Kunden, sie darf selber gestrickt werden. Für zehn Euro bekommt der Kunde einen Beutel mit dem kompletten Set für die Klimamütze. Dazu gibt es Infomaterial zu ,,Warming Stripes NRW‘‘ und der Entwicklung der CO2-Konzentration der rund letzten 40 Jahre. Der Erlös ist für Bildungsprojekte im Kreis Borken bestimmt. Annette Kroschner betont, dass die Mütze aus reiner Wolle bestehe. Die Stricksets wurden von der Werkstatt Büngern Technik in Bocholt zusammengestellt und werden in wiederverwendbaren Beuteln mit der Aufschrift ,,Klimakreis Borken‘‘ verkauft.

Zehn Euro für die Umwelt

,,Schön wäre es, wenn die Leute auf die Stricksets aufmerksam werden‘‘, sagt die Ladenbesitzerin, die sich mit den Mützen ganz für die Umwelt einsetzen will. Annette Kroschner bietet auch einen Lieferservice an: So können alle, die aufgrund der Corona-Krise das Haus nicht verlassen, trotzdem mit Wolle und Garn zum Stricken versorgt werden – und vielleicht ja auch mit der bunten Klimamütze. Gerade jetzt in Zeiten der Pandemie ist das Stricken eine willkommene Abwechslung für die Zeit zuhause und bietet viel Raum für Kreativität, Spaß und Beschäftigung.

Rouven Boland, Klimaschutzmanager beim Kreis Borken, hat die Strickmütze zur Aktion „Warming Stripes NRW – Barcode des Klimawandels“ im Kreis mit verschiedenen Händlern und der Künstlerin Gabi Bücker initiiert. Ziel sei es, die „Warming Stripes“ als markantes Symbol für den fortschreitenden Klimawandel bekannter zu machen. Und da würden Strickmützen perfekt zur kalten Jahreszeit passen.

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