Lastenräder

Ahauser CDU rudert zurück: Lastenräder sollen nun doch gefördert werden

Umdenken bei der Ahauser CDU: Die Christdemokraten setzen sich nun doch für die Förderung von sogenannten Lastenrädern ein. Allerdings möchten sie den Zuschuss an drei Kriterien binden.
Die Ahauser Christdemokraten möchten sich nun doch für die Förderung von Lastenrädern einsetzen. © picture alliance/dpa

Nachdem die CDU-Mitglieder des Verkehrausschusses bei der jüngsten Sitzung einstimmig gegen die Förderungen von Lastenrädern stimmten, hat der Stadtverband sich nun in einer Pressemitteilung geäußert.

Hierin positionieren sich die Christdemokraten komplett konträr: „Wenn wir die Entlastung der innerstädtischen Straßen möchten, müssen wir auf das Rad und den ÖPNV setzen. (…) Zu diesem neuen Verkehrsmix gehört für die CDU auch das Lastenfahrrad, welches häufiger als bisher im Stadtbild auftauchen soll“, wird Dr. Michael Räckers, Vorsitzender der Ahauser CDU, zitiert.

Daher müsse der Umstieg erleichtert werden. „Wenn wir hierbei zu Förderungen greifen, so sehen wir es als unsere Pflicht an, insbesondere an die zu denken, die gern umsteigen würden, aber auf eine Förderung angewiesen sind“, so Räckers. Außerdem solle ein potenzieller Zuschuss möglichst lange und nachhaltig Nutzen stiften.

Daher wollen die Christdemokraten den Antrag zwar grundsätzlich unterstützen. „Für die CDU ist das Prinzip ‚wer zuerst kommt, mahlt zuerst‘ aber nicht die richtige Maxime“, heißt es in der Pressemitteilung.

CDU bringt drei Kriterien ins Spiel

Vorgeschlagen werden daher drei Kriterien, an die die Förderung geknüpft werden soll. Erstens: Nur Inhaber des Ahauser Familienpasses kommen infrage. Zweitens: Die Förderung muss bis zu einem vorher vereinbarten Stichtag beantragt werden. Drittens: Auf Verlangen muss nachgewiesen werden, dass das geförderte Lastenrad nach einem Jahr noch im eigenen Besitz ist.

„Mit diesen Justierungen leisten wir nicht nur den von uns allen gewünschten Beitrag zu innovativer Mobilität im Ahauser Stadtgebiet, sondern fördern gleichzeitig unsere jungen Familien“, so die CDU. Über das Thema berät der Rat der Stadt Ahaus am Dienstag (27. April) ab 19 Uhr in der Stadthalle, Wüllener Straße 18.

Auch CDU-Ratsherr Heinz-Josef Kappelhoff wird in der Pressemitteilung zitiert. Seine Nachfrage, ob die Fahrradhändler nicht mit dem Preis nach oben gehen könnten, wenn sie von der Förderung erfahren sollten, sei „missverständlich aufgefasst“ worden. „Das tut mir leid und war überhaupt nicht beabsichtigt“, so Kappelhoff.

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