31-Jähriger entschuldigt sich vor Gericht für Beleidigungen und Schläge

dzDisco Next

Im Dezember hat ein 31-jähriger Mann in der Ahauser Disco Next eine Frau beleidigt und einen Mann vom Sicherheitsdienst geschlagen. Vor Gericht kam er trotzdem nochmal glimpflich davon.

Ahaus

, 29.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Dezemberabend in der Disco Next lief für den heute 31-jährigen Mann gehörig aus dem Ruder: Stark alkoholisiert hat er erst eine Frau beleidigt und sich dann mit dem Sicherheitsdienst angelegt. Dabei schlug er einem Mitarbeiter mit dem Ellenbogen ins Gesicht und biss ihm später in die Hand. Auch eine Polizistin beleidigte er später übel.

Richter stellt Verfahren gegen Geldauflage ein

Vor dem Ahauser Amtsgericht kam er am Dienstagmorgen mit einem ordentlichen Schuss vor den Bug davon: Der Richter stellte das Verfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung ein. Allerdings muss der 31-jährige, der zurzeit als Bauhelfer arbeitet und im Sommer eine Ausbildung beginnen will, eine Geldauflage von 2000 Euro zahlen.

Vor Gericht hatte der Mann eingeräumt, dass er an dem Abend im Dezember zu viel getrunken hatte. „Ich hatte auch Kopfschmerztabletten genommen“, sagte er. Zusätzlich leide er an einer Auto-Immunerkrankung. „Alkohol wirkt bei mir stärker“, sagte er. Dennoch habe er nicht absichtlich geschlagen. Von Bissen wollte er erst nichts wissen. „Ich habe acht Jahre lang geboxt, ich würde mich nicht mit Bissen wehren“, sagte er.

31-Jähriger gibt üble Beleidigungen direkt zu

Auch die Beleidigungen gegenüber der jungen Frau in der Disco gab er zu. Demnach habe er sie gegen Geld zu Oralverkehr aufgefordert. Danach sei der Sicherheitsdienst auf ihn zugekommen. Als die sich schließlich mit mehreren Leuten vor dem Ausgang postierten, habe er versucht, dennoch dort durchzukommen. „Ich habe mich dann zu Boden ringen lassen“, sagte er. Dabei habe er möglicherweise einen der Männer mit dem Ellenbogen erwischt.

Der Mann vom Sicherheitsdienst, ein 40-jähriger Olfener, schilderte das etwas anders. Demnach habe sich der Angeklagte auch auf gutes Zureden nicht beruhigen lassen. Mehrfach sei er von ihm sogar mit beiden Händen gewürgt worden. „Da haben wir ihn zu Boden gebracht“, erklärte er. Im Gerangel habe er dann den Schlag abbekommen. „Dann hat er mir in die Finger gebissen“, sagte er. Keine schlimme, aber dennoch eine schmerzhafte Verletzung war die Folge. „Ich hatte zum Glück Lederhandschuhe an“, so die Sicherheitskraft. Auch der Polizistin habe der Angeklagte Oralverkehr angeboten.

Angeklagter entschuldigt sich mehrfach vor Gericht

Der 31-Jährige, der inzwischen in Oeding wohnt, entschuldigte sich mehrfach bei dem Mann vom Sicherheitsdienst und der Polizistin. „Mein Mund war schneller als mein Verstand. Das war dumm von mir. Es tut mir leid und ich schäme mich dafür“, erklärte er. Die beiden Angesprochenen akzeptierten die Entschuldigung. „Das finde ich in Ordnung“, sagte die Polizistin vor Gericht.

„Das Wichtigste ist, dass sich das nie wiederholt“, schärfte der Richter dem Mann noch ein. Der nickte nur noch.

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