Thomas Behlert (49) steht seit 2020 an der Spitze der Ahauser Maidy Dogs. Er will das "Wir-Gefühl" im Verein wieder stärken. Die Feier zum 25-jährigen Bestehen muss leider genauso ausfallen wie das Pfingstturnier in diesem Jahr. Trotzdem sieht er den Verein auf einem guten Weg. © Stephan Rape
Vereinsjubiläum

25 Jahre Maidy Dogs: Verein arbeitet mit neuem Vorstand am „Wir-Gefühl“

Die Maidy Dogs haben viel vor: Im 25. Vereinsjahr wollen sie den Ärger der vergangenen Jahre hinter sich lassen. Zusammen will der Verein zu alter Größe zurück. Erste Schritte sind gemacht.

Die Ahauser Maidy Dogs haben einige harte Jahre hinter sich. Ärger im und mit dem Vorstand, Mitgliederschwund, 2018 schließlich die Abwahl des alten Vorstands und Neuwahlen. Dann konnte der neu gewählte Erste Vorsitzende aus zeitlichen Gründen sein Amt nicht weiterführen.

Seit 2020 hält jetzt Thomas Behlert (49) die Zügel als Erster Vorsitzender der Ahauser Inline-Hockey-Spieler in der Hand. Und er will die Querelen jetzt hinter sich und dem Verein lassen.

Mitgliederzahlen entwickeln sich wieder nach oben

Das sei in Teilen auch schon geglückt. Beispiel Mitgliederentwicklung: „Ende 2018 hatten wir noch 68 Mitglieder“, sagt Thomas Behlert. Inzwischen seien es schon wieder 122. Noch weit entfernt von den Zahlen jener sehr guten Jahre Anfang der 2000er, als die Maidy Dogs über 400 Mitglieder hatten, aber ein guter Start. „Wir hatten ja dieses Jahr noch gar keinen Spielbetrieb und trotzdem vier neue Mitglieder dazu bekommen“, sagt er. Und fügt dann hinzu: „Der Verein lebt wieder.“

Der Vorstand der Maidy Dogs, wie er 2020 bestätigt wurde (v.l.): Andreas Könning, zweiter Vorsitzender und Sportdirektor, Sandra Brunsmann, Finanzen, Thomas Behlert, erster Vorsitzender, Maria Weber, sportliche Leiterin Jugend und Willi Kemper, Immobilie.
Der Vorstand der Maidy Dogs, wie er 2020 bestätigt wurde (v.l.): Andreas Könning, zweiter Vorsitzender und Sportdirektor, Sandra Brunsmann, Finanzen, Thomas Behlert, erster Vorsitzender, Maria Weber, sportliche Leiterin Jugend und Willi Kemper, Immobilie. © Maidy Dogs Ahaus © Maidy Dogs Ahaus

Zu Arbeitseinsätzen rund um die Halle am Vredener Dyk etwa würden sich inzwischen wieder zahlreiche Eltern von Spielern und Mitglieder melden. Gerade erst musste das Dach der Halle von den Schneemassen befreit werden. „Wir arbeiten gerade stark am „Wir-Gefühl“ im Verein“, sagt Thomas Behlert. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Ahaus sei wieder auf einem „sehr guten Level“. Nur mit dieser gemeinsamen Basis sei eine Zukunft des Vereins möglich.

Klar sei auch, dass das alles nicht von heute auf morgen gehe. Dass in der Vergangenheit verspieltes Vertrauen nach und nach zurückgewonnen werden muss. „Wir glauben aber, dass wir die Weichen richtig gestellt haben“, sagt er.

Neue Strukturen kommen bei Mitgliedern gut an

Die neuen Strukturen würden auf allen Ebenen gut greifen. Auch für ehemalige Mitglieder, die dem Verein im Laufe der Zeit den Rücken gekehrt hätten, stehe die Tür immer offen. „Ich kann nicht bei jedem an der Haustür klingeln“, sagt er. Im Gespräch sei dabei auch die Bildung eines Ehrenvorstands und eine Jubilarehrung.

Beim Wiederaufbau mache natürlich auch die Corona-Krise dem Verein zu schaffen. Eigentlich sollte in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen der Maidy Dogs groß gefeiert werden. Dafür stehen die Aktien natürlich denkbar schlecht.

Auch das große Pfingstturnier wird es in diesem Jahr nicht geben. Ärgerlich: Gerade dieses Turnier wäre nicht nur für neue Mitglieder, sondern auch aus finanziellen Gründen wichtig gewesen.

Auch die Laufschule am Sonntagvormittag, das Angebot für Kinder und Familien, die erste Kontakte mit den Inlineskates machen wollen, gebe es natürlich im Moment nicht. Auch das soll aber wieder aufgenommen werden, sobald es die Coronabeschränkungen zulassen.

Seine Vision für den Verein geht weiter als nur neue Mitglieder zu gewinnen. Er hat ein paar Ideen, die sind aber bisher noch nicht so weit, dass er damit auch an die Öffentlichkeit gehen möchte.

Da ist noch ein Versprechen, was eingelöst werden muss

Wenn dann das Jubiläum einmal nachgeholt wird, muss Thomas Behlert auch noch ein Versprechen einlösen: „Ich habe mal gesagt, dass ich mich als Goalie ins Tor stelle, wenn ich als Erster Vorsitzender gewählt würde“, sagt er.

Als jemand, der eigentlich gar nichts mit Inlineskates zu tun hat, durchaus gewagt. Aber versprochen ist versprochen. Doch tatsächlich sei er überrascht gewesen, als Externer mit erst kurzer Zeit im Verein als Vorsitzender gewählt zu werden. Doch Vorstand und Verein weiß er hinter sich.

Überhaupt sei er eher zufällig zu den Maidy Dogs gestoßen. Seit zehn Jahren lebt er in Ahaus. Ursprünglich stammt er aus der Nähe von Höxter, war dort jahrelang Vorsitzender eines Fußballvereins.

Die Maidy Dogs lernte er über die Hallengeister kennen: Jenen Helferkreis, der sich um die Halle der Maidy Dogs kümmert. „Ich bin dabei geblieben“, sagt er. Das ist mittlerweile sechs Jahre her.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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