158 Schüler erhalten ihr Abschlusszeugnis an der Gesamtschule

Irena-Sendler-Schule

Unter speziellen Vorgaben ist die diesjährige Abschlussfeier der Irena-Sendler-Gesamtschule über die Bühne gegangen. Trotz Schutzmaßnahmen stand die Freude über die Zeugnisse im Vordergrund.

Ahaus

26.06.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Entlassschüler der Irena-Sendler-Gesamtschule feierten ihren Abschluss unter besonderen Umständen.

Die Entlassschüler der Irena-Sendler-Gesamtschule feierten ihren Abschluss unter besonderen Umständen. © ISG

„Ihr seid ein ganz besonderer Jahrgang“, so begrüßte Schulleiterin Margot Brügger den Abschlussjahrgang der Irena-Sendler-Gesamtschule in der festlich geschmückten Mensa. Und in der Tat waren die Abschlussfeiern für alle Beteiligten besonders.

Statt eines gemeinsamen, rauschenden Festes mit Abschlussball, wurde in diesem Jahr in einem intimen Rahmen die Verabschiedung von 161 Schülern vorgenommen.

Zwei Abschlussfeiern

So kamen unter den notwendigen Hygienebestimmungen und entsprechendem Abstand an zwei Tagen die Abschlussschüler der Irena-Sendler-Gesamtschule zusammen, um ihre Zeugnisse in einem feierlichen Rahmen entgegenzunehmen.

In sogenannten „Familieninseln“ konnten die Schüler mit ihren Eltern Platz nehmen. Jede Klasse wurde einzeln verabschiedet und dennoch war jede Feier etwas ganz Besonderes.

Die Zeugnisübergabe gestaltete sich wegen der Corona-Schutzmaßnahmen an der ISG etwas speziell.

Die Zeugnisübergabe gestaltete sich wegen der Corona-Schutzmaßnahmen an der ISG etwas speziell. © ISG

Margot Brügger erinnerte daran, dass die ISG zu den ersten Schulen in NRW gehörte, die bereits am 6. März geschlossen wurden. Somit war das Lernen auf Distanz zu Coronazeiten ein zentraler Punkt für die Schüler im Hinblick auf die Vorbereitung ihrer Abschlussprüfungen. „Wenn ihr die Schule im Jahr 2030 mit Distanz betrachtet, werdet ihr viele neue und andere Dinge erkennen und Dinge anders bewerten“, so Brügger.

Anekdoten und Gratulationen

Mit vielen kleinen Anekdoten und unterhaltsamen „Döhnekes“ erinnerte sie an sechs intensive und ereignisreiche Jahre des Lernens in und außerhalb der Schule, die nun für einige Schüler ein Ende findet.

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Die Elternvertreter Udo Wesbuer und Wolfgang Nienhaus gratulierten den Schülern im Namen der gesamten Schulgemeinde und forderten jeden einzelnen auf, die Eltern in dieser schwierigen Zeit einfach mal in die Arme zu nehmen und ihnen Danke zu sagen.

Videobotschaft der Lehrer

„Ihr seid die Besten und bleibt so wie ihr seid!“, gaben sie dann abschließend jedem Einzelnen mit auf dem Weg. Die Klassenlehrer verabschiedeten sich mit einer Videobotschaft, verpackt in einem „Corona-Spezial“ von ihren Schülern.

Auch die Schüler hatten während der Distanzphase die Möglichkeit, einen Beitrag zu ihrer Abschlussfeier vorzubereiten. So entstanden atemberaubende Diashows sowie anekdotenreiche Reden aus der gemeinsamen Schulzeit.

Bestmöglicher Abschluss erreicht

Einig waren sich alle: Das System Gesamtschule bot jedem Absolventen die Möglichkeit, seine individuellen Fähigkeiten einzubringen und den bestmöglichen Abschluss zu erreichen. Den mittleren Schulabschluss erlangten 46 Schüler, den Hauptschulabschluss 41.

Von 158 Schülern erhielten 71 die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe, wovon ein Großteil an der ISG bleiben wird. Am Ende nahmen alle Absolventen glücklich das Abschlusszeugnis entgegen, zwar nicht aus den Händen ihrer Klassenlehrer, aber mit der nötigen Distanz.

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