Änderungen bei Sperrmüll und Co? Stadt Ahaus und Entsorger Stenau „sind im Gespräch“

dzSperrmüll Ahaus

In der Facebookgruppe „Ahauser helfen AhauserN“ gab es gleich über 50 Kommentare dazu: „Ab nächstes Jahr gibt es keine Sperrmüllsammlung mehr!“ hatte dort jemand gepostet. Was ist da dran?

Ahaus

, 05.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sperrmüllabfuhr in Ahaus wird alle Jahre wieder diskutiert. Gibt es jetzt eine neue Lösung? In der Facebookgruppe „Ahauser helfen AhauserN“ gab es diesen Post: „Ab nächstes Jahr gibt es keine Sperrmüllsammlung mehr!“. Der Facebook-Nutzer gibt an, dies bei Telefonaten mit der Stadt Ahaus und der Firma Stenau in Erfahrung gebracht zu haben.

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Der Beigeordnete Georg Beckmann hält sich auf Anfrage der Redaktion sehr bedeckt zu dem Thema. Es sei noch nichts fix. Soviel nur: Die Stadt Ahaus und die Firma Stenau seien miteinander im Gespräch, die Stadt habe auch einen Vorschlag für die Zukunft. Aber dieser werde zuerst der Kommunalpolitik unterbreitet und dann der Öffentlichkeit, so Georg Beckmann.

Warum dann ein Anrufer sowohl bei der Stadt als auch bei Stenau schon detaillierte Auskünfte erhalten hat, dazu könne er sich nicht äußern. „Samstags soll die günstigste Alternative sein und das nur bis drei Kubikmeter und nur für Ahauser“, auch diese Information hatten entweder Stadt und Stenau oder einer von beiden rausgegeben, wie in der Facebook-Gruppe zu lesen ist.

Änderungen bei Sperrmüll und Co? Stadt Ahaus und Entsorger Stenau „sind im Gespräch“

So sieht es auf den Ahauser Straßen zu und nach Sperrmüllzeiten hier und da einmal aus. © Archiv

Dass sich die Stadt Ahaus mit dem Thema Entsorgung beschäftigt, ist ja kein Geheimnis. Nur: Die Entscheidung, ob sich etwas ändert und wenn ja, in welcher Form, treffen in der Tat die zuständigen kommunalpolitischen Gremien. Und das nach eingehender Diskussion. Denn Abfallentsorgung hat auch immer etwas mit Gebühren zu tun, die sich bei einer Änderung ja gegebenenfalls auch ändern können.

Im April hatte es die letzte Sperrgutsammlung in Ahaus gegeben. Alle Haushalte können zu bestimmten Tagen ihren Sperrmüll an die Straßen legen. Potenzial für Ärger bietet das reichlich. Die Ahauser ärgern sich über den „Sperrmüll-Tourismus“, dass Leute den Müll durchwühlen und für „Unordnung“ sorgen am Straßenrand. Und das viel liegen bleibt – wochenlang.

Das liegt wiederum daran, dass die Ahauser auch Unerlaubtes wie Autoreifen, Farbtöpfe und Glas als Sperrmüll ablegen oder teilweise sogar in alten Schränken verstecken. Darüber ärgern sich dann die Stenau-Mitarbeiter. Und mit dem Sortieren des Sperrmülls müssen sie auch viel Zeit verbringen.

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Im April fragte die Redaktion bei der Stadt Ahaus nach. „Die Sperrmüll-Entsorgung ist immer wieder Thema bei Verwaltung und den politischen Fraktionen. Wir versuchen optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, aber wir bitten um Verständnis, dass bei 12.000 Haushalten und 1000 Tonnen Sperrmüll einige Dinge Zeit brauchen“, erklärte seinerzeit Pressesprecherin Anna Reehuis.

Drei mögliche Sperrmüllkonzepte

Sie sprach von drei möglichen Sperrmüll-Konzepten, die aber alle Vor- und Nachteile hätten. Konzept eins: Die Bürger müssen selbst zum Wertstoffhof fahren und ihren Sperrmüll entsorgen. Konzept zwei: Sperrmüll wird an bestimmten Terminen nur auf genaue Bestellung abgeholt. Konzept drei: Zweimal im Jahr kann ohne Anmeldung der Sperrmüll an einem festgelegten Termin vor die Haustür gestellt werden.

Letzteres ist das bisher in Ahaus praktizierte Konzept. „Das heißt aber nicht, dass es für immer und ewig in Stein gemeißelt ist“, so Reehuis damals. Die Verwaltung habe sich bereits bei Nachbargemeinden nach ihrer Praxiserfahrung mit anderen Konzepten erkundigt. Die Ergebnisse werden wohl auch in die aktuellen Gespräche mit eingeflossen sein. Nun müssen die Einwohner wohl abwarten, wie die Kommunalpolitiker entscheiden und ob es im nächsten Jahr eine Änderung gibt.

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