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Vorfahrt für Familie und Job - ein Golfer zieht zurück

WERNE Familie und Job gehen vor - das sind die Gründe für den überraschenden Vereinswechsel von Marcus von Bohlen. Sein neuer Verein ist der Golfclub Werne-Schmintrup, und der ist mit einer Mannschaft in der fünften Liga, der untersten Spielklasse, vertreten. Ein Porträt.

Vorfahrt für Familie und Job - ein Golfer zieht zurück

Marcus von Bohlen, hier nach einem Turniersieg in Werne mit Söhnchen Max, zählt mit einem Handicap von 2,3 zu den besten Golfern der Region. Damit ist der frühere Fußballer von GW Selm in der fünften Liga eine Sensation.

Sein alter Club ist der GC Bochum, sportlich einer der Renommiervereine in Nordrhein-Westfalen, der mit seiner Jungseniorenmannschaft in der höchsten NRW-Liga, mit seiner Herrenmannschaft (Schniewind) in der zweiten Liga aktiv ist. Es ist, als ob ein Fußballer von der Oberliga in die Kreisliga C wechselt.

"Es sind einfach berufliche und familiäre Gründe, die mich zu diesem Wechsel veranlasst haben", verrät von Bohlen. Und warum dann Werne? "Weil ich dort Freunde habe, dort auch gutes Golf gespielt wird und dort überhaupt nette Leute sind, die noch etwas bewegen wollen." Mitentscheidend ist für ihn die Zeit. "Ich bin beruflich viel unterwegs, habe eine Familie und bin in drei Minuten auf dem Golfplatz."

Eine Sensation

Da muss auch die sportliche Herausforderung hinten anstehen. Mit einem Handicap von 2,3 gehört der 40-Jährige zu den besten Golfern der Region, und ist damit in der fünften Liga sicher die Sensation. "Es geht mir nicht mehr nur um das Handicap und schon gar nicht um das Etepetete, das in vielen Clubs noch zu finden ist."

Natürlich bleibt er auch noch dem Golfclub Nordkirchen erhalten, in dem er seine Golfkarriere startete. Dort zeigte er sein außergewöhnliches Talent, wenn er mit einem Ball in Berührung kommt. So verbesserte er sein Handicap von 1999 (24,0) innerhalb von drei Jahren auf sehr gute 3,9.

Seine sportliche Karriere begann Marcus von Bohlen als Fußballer. Als Kind und Jugendlicher kickte er für GW Selm, bevor er unter anderem zum SV Herbern und zu Sportfreunde 67 Werne wechselte.

Der Schläger verstaubt

Parallel lief dazu seine Karriere als Tennisspieler, auch hier spielte er für BW Werne in der höchsten westfälischen Liga. Sein Tennisschläger verstaubt inzwischen. "Im letzten Jahr habe ich mal ein Jux-Doppel gespielt und das war schwer genug", erinnert er sich, "heute würde ich sofort eine Zerrung kriegen."

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