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Unfallfluchten in Werne sind keine Seltenheit

Unfallfluchten sorgen für großen Ärger und teure Reparaturen

Werne Fahrerflucht ist zu einer Art Volkssport geworden. Vor allem nach kleinen Parkremplern fahren viele von dannen. Es sind einige Hundert Fälle, die jährlich in Wernes Werkstätten landen. Es sind Blechschäden, die hohe Kosten verursachen.

Unfallfluchten sorgen für großen Ärger und teure Reparaturen

Rüschkamp-Werkstattleiter Edward Rene zeigt auf die Schäden, die ein Unbekannter an diesem Fahrzeug verursacht hat, an Tür, Kotflügel und Stoßfänger. Der Eigentümer bleibt auf hohen Kosten sitzen. Foto: Jörg Heckenkamp

Edward Rene (42) zeigt auf die unscheinbaren, schwarzen Spuren am silbergrauen Stoßfänger des Opels. „Typischer Park-Unfall“, sagt der Werkstattleiter von Opel Rüschkamp. Eher die unterste Schadenskategorie, die aber mit rund 280 bis 350 Euro Reparaturkosten zu Buche schlägt. Hinten sieht’s deutlich schlechter aus.

Hohe Kosten nach Parkremplern

Die Fonds-Tür stark eingedrückt, Kotflügel und Stoßfänger beschädigt. „Da ist wohl jemand rückwärts aus der Parklücke raus und hat diesen Wagen mitgenommen.“ Kaum vorstellbar, dass der Verursacher das nicht gemerkt hat. Also wieder einer der Fälle von Fahrerflucht nach Parkremplern. Kosten für den Geschädigten: locker 2500 bis 2800 Euro.

Meist seien die Fahrzeuge vollkasko-versichert, die Assekuranz übernimmt den Löwenanteil der Kosten. Dennoch: Die Selbstbeteiligung, meist zwischen 300 und 500 Euro, ist vom Opfer zu zahlen sowie die höhere Einstufung in den Kasko-Tarif.

Zwei bis drei Fälle in der Woche

„Alles sehr ärgerlich für den Autobesitzer“, sagt Rene, der diese Art von Reparaturen gut kennt. „Kommt im Schnitt einmal die Woche bei uns vor“, sagt er. Das ist auch die Quote, von der das Werner VW-Autohaus Brümmer und Henkelmann spricht.

Beim Autohaus Bispinghoff im Baaken ist die Anzahl höher. Von zwei bis drei Fällen pro Woche weiß Werkstattleiter Sakib Malovcic. „Manchmal können wir die Spuren des Zusammenstoßes wegpolieren“, sagt der 49-Jährige.

Viel Lauferei für den Geschädigten

Aber meist steht bei den Karambolagen zumindest eine Lackierung an. Bei einem kleineren Modell kommen dann 400 bis 500 Euro zusammen, bei den größeren Fahrzeugen sind es 800 bis 1000 Euro. Sind dann noch Kotflügel und/oder Tür betroffen, geht’s schnell in die Tausender-Region.

Gerade bei kleineren Reparaturen verzichteten viele Autohalter auf die Begleichung durch die Vollkasko-Versicherung. „Das ist dann ein Rechen-Beispiel“, sagt Malovcic.

Außer den reinen Reparaturkosten kommen viel Lauferei und weitere finanzielle Belastungen auf die Geschädigten zu. Anzeige bei der Polizei, Werkstatttermin machen, Wagen wegbringen, auf die Reparatur warten. „Dauert im Schnitt drei Tage“, sagt Rene. Wer in dieser Zeit unbedingt ein Fahrzeug braucht, muss auch noch Kosten für einen Mietwagen einkalkulieren.

Allein in Nordrhein-Westfalen gab es im Jahr 2016 nach Angaben des Statistischen Landesamtes IT.NRW 6475 Verurteilungen wegen des „Unerlaubten Entfernens vom Unfallort“, wie es juristisch korrekt heißt. Bei jedem fünften Unfall sucht einer der Fahrer mittlerweile das Weite – nach Zusammenstößen im fließenden Verkehr oder auch nach Remplern auf dem Supermarktparkplatz. Die Dunkelziffer ist hoch: Der Auto Club Europa (ACE) geht bundesweit von rund 500.000 Fällen pro Jahr aus.

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