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Tatort-Schauspieler in Werne

Oliver Mommsen spielt bei „Lieber Schön!“ im Kolpingsaal

Werne Das Theaterstück „Lieber Schön!“ vom Berliner Theater „Komödie am Kurfürstendamm“ begeistert die Besucher im Kolpingsaal in Werne. Mit dabei ist auch der bekannte Tatort-Schauspieler Oliver Mommsen.

Oliver Mommsen spielt bei „Lieber Schön!“ im Kolpingsaal

Oliver Mommsen spielt die Rolle des Greg (l.) in dem Theater „Lieber Schön!“ überzeugend. Foto: Meisel-Kemper

„Lieber Schön!“ ist der Titel eines Theaterstücks, das vom Berliner Theater „Komödie am Kurfürstendamm“ auf Tournee geschickt wurde. Im Kolpingsaal brachte die Aufführung das Publikum im ausverkauften Saal immer wieder zum Lachen, aber auch zu tiefschürfenden Gedanken.

Ein unbedachtes Wort wird zum Verhängnis

Oliver Mommsen, unter anderem bekannt aus vielen Krimis und als Tatort-Ermittler schlüpfte in die Rolle des Greg, der mit Steph (Tanja Wedhorn) befreundet ist. Greg ist ein eher weicher Typ, der gern Bücher liest und seine Freundin über alles liebt.

Ein unbedachtes Wort gegenüber seinem Freund und Arbeitskollegen Kent (Roman Knizka) macht innerhalb dieses Quartetts eine merkwürdige Runde mit dem Ergebnis, dass Steph sich von Greg trennt. Kent ist der Machotyp mit dicken Sprüchen. Er ist mit Carly (Nicola Ransom) liiert, hält sich aber so ganz nebenbei noch eine neue Kollegin als Freundin.

Das unbedachte Wort, dass Gregs Freundschaft mit Steph beendet, bezieht sich auf ihr Äußeres, das er als „normal“ bezeichnet. Daraus schließt Steph, dass Greg sie nicht schön oder sogar hässlich fände. Steph ergießt einen fürchterlichen Wortschwall über den verdatterten Greg, der ihre tiefe Verletzung zum Ausdruck bringt. So ganz nebenbei demütigt sie Greg, in dem sie ihn dazu zwingt, diese Äußerung zu bestätigen. Dabei hatte nicht Steph diese Bemerkung persönlich gehört, sondern Kents Freundin Carly.

Kein Neustart

Mommsen spielt die Rolle des zweifelnden, abgeschobenen Freundes Greg überzeugend. Auch Knizka, der ebenso wie Mommsen ein bekanntes Gesicht aus dem Fernsehen ist, agiert als Macho absolut glaubhaft, der dennoch immer wieder zu seiner Freundin Carly zurückfindet. Mehrmals trifft Steph ihren Ex-Freund. Erst ganz zum Schluss, als sie schon mit einem anderen Mann verlobt ist, gesteht sie ihm ihre Liebe. Die Chance auf einen Neustart gibt es nicht.

Das Stück ist eine überspitzte Glosse auf das, was Männer sagen und wie Frauen das Verstehen. Es ist das Missverständnis zwischen den Geschlechtern, das immer wieder Stoff für Komödien bietet. Begeisterter Applaus belohnte die Schauspieler.

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