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Öfen dürfen weiter brennen

WERNE Müssen auch die Werner Bürger jetzt aufgrund von Feinstaubbelastung damit rechnen, dass ihr Kaminofen mit einem Rußfilter nachgerüstet oder gar stillgelegt werden muss ?

Öfen dürfen weiter brennen

Da Kaminöfen immer beliebter werden, wollen einige Städte die Befeuerung mit festen Brennstoffen wie Holz und Kohle reduzieren. In Werne ist dies jedoch noch nicht geplant.

Die öffentliche Diskussion um die „Novellierung der Bundesimmissionsschutzverordnung“ verwirrt viele Eigentümer von Einzelraumfeuerungsanlagen wie u. a. Kachelöfen oder die beliebten dänischen Wohnzimmeröfen. „Keinesfalls müssen die Öfen aus dem Verkehr gezogen werden“, erläutert Martin Pawelczyk, Bezirksschornsteinfegermeister, auf Anfrage unserer Zeitung die geplante Neuregelung.

Regelung greift erst 2014

Zum einen greife die Regelung, die noch absolut in den Kinderschuhen stecke, erst 2014 und zum andern halten die neueren Öfen die Grenzwerte der Stufe 1 ein.

Wer sich informieren möchte, zu welchem Zeitpunkt die Feuerungsanlage geprüft worden ist, kann dies auf dem Typenschild ablesen. „Hierbei kommt es jedoch nicht auf das Kaufdatum des Ofens an, sondern auf den Zeitpunkt der Prüfung“, macht der Fachmann deutlich und rät in diesem Zusammenhang beim Neukauf immer zu einem „Ofen mit Prädikat“.

Hierbei sei die Grenzwerteinhaltung garantiert. Ausschlaggebend für die Überarbeitung der 1. BImSchV ist die Tatsache, dass der Holzverbrauch steigt und immer mehr Öfen genutzt werden, so der Bezirksschornsteinfegermeister.

Feinstaub: "Tendenz steigend"

Die Folge: Häusliche Kleinfeuerungsanlagen emittieren immer mehr Staub und damit Feinstaub. Bereits im Jahr 2004 gelangten aus allen kleinen Holzheizungen rund 24000 Tonnen Feinstaub in die Außenluft. „Und die Tendenz ist steigend“, so besitze statistisch gesehen schon jeder sechste Deutsche einen Kaminofen oder Kachelofen.

In Werne keine Beschränkung

Nachdem Öl und Gas immer teurer werden, steigen viele Bürger auf ihren Wohnzimmerofen um. Aufgrund der extremen Feinstaubbelastung tendieren Städte dazu, die Befeuerung kleiner Öfen mit festen Brennstoffen wie Holz und Kohle zu reduzieren und auf fünf Tage im Monat zu beschränken. Von dieser Auflage hat die Stadt Werne bisher abgesehen. „Bei uns gibt es hierzu keine Regelung“, bemerkte Egon Kock vom Ordnungsamt der Stadt Werne.

Auch Beschwerden seitens der Bürger wegen starker Geruchsbelästigung seien selten, so erinnert sich Kock nur an einen Fall in der Innenstadt. Da sei der Rauchabzug eines Neubaues ins Fenster des benachbarten Altbaus gezogen.

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