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Nicht reich an Geld, aber an Ideen

Tadeusz Bulinski restauriert Steinstr. 40

Kaum jemand hatte noch daran geglaubt, dass dieses Gebäude vor dem Abbruchbagger bewahrt werden könnte - bis im November 2006 der Dortmunder Restaurator und Antiquitätenhändler Tadeusz Bulinski kam, das Haus sah, kaufte und zur Tat schritt. Das, was andere potenzielle Investoren bis dato vom Kauf des rund 160 Jahre alten Denkmals abgehalten hatte, schreckte Bulinski keineswegs. Mit insgesamt 230 Metern Stahlbändern und 31 Anker gab er dem etwas wackeligen Bau die notwendige die Standfestigkeit. Das Dach drohte abzurutschen: Bulinski verstärkte es und mauerte das komplette Gesimse neu. «Ich gehöre nicht zu den reichen Menschen, aber ich habe Ideen», sagt Bulinski und zeigt dabei auf den Putz der Innenwände, in dem einige «Löcher» klaffen. Hier ist das alte Mauerwerk freigelegt - und zwar so geschickt, dass diese auf den Betrachter wie Bilder wirken. Und da Tadeusz Bulinksi kein reicher Mann ist («darum schmeiß ich nichts weg»), hat er z.B. auch die alten Holzfenster und Rolläden nicht einfach herausgerissen, sondern sie erst einmal untersucht. «Das ist beste Eiche, da verzieht sich nichts mehr.» Das Holz wird deshalb nur abgeflämmt und abgeschliffen, dann neu gestrichen. Selbst ein altes Waschbecken lässt der Antiquar hängen, damit seine Gäste eine Vorstellung von einer vergangenen Epoche erhalten, Bodendielen, einige Fliesen dienen dem selben Zweck. Ein besonderes Highlight ist ein Wandbild, das Tadeusz Bulinski unter Farbe, Tapeten und Putz entdeckt hat. Übrigens: Alle Arbeiten bis auf die Elektro- und Heizungsinstallation führt Bulinkis selbst bzw. mit eigenen Leuten aus. Im Erdgeschoss richtet er ein Antiquitätengeschäft ein, im Obergeschoss wohnt er künftig mit seiner Frau. Einziehen möchten die Bulinskis in etwa drei Monaten. Wenn das nicht klappen sollte, dann sei das auch keine Katastrophe, meint Tadeusz Bulinski gelassen. zi-

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