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Makiolla nimmt Stellung zum Familienatlas

KREIS Eine bessere Ganztagsbetreuung für Kindergartenkinder und für unter Dreijährige muss her. Da stimmten die Bürgermeister und der Landrat des Kreises Unna gestern mit dem Urteil des Familienatlas überein.

Und versprachen sich "in die Hand" schnellstmögliche Besserung. Doch gegen das vernichtende Gesamturteil machten die Stadtchefs und der Landrat gestern bei der Bürgermeisterkonferenz mobil.      Herren sind verärgert      Besonders ärgert es die Herren, dass Familienministerin Ursula von der Leyen den Kreis bei der Vorstellung des Familienatlas öffentlich als "familienunfreundlich" abgestempelt hat. Nun soll die Ministerin noch einmal zur Familienkonferenz des Kreises am 5. Dezember eingeladen werden. Das war sie schon beim letzten Mal, hatte aber abgesagt. "Jetzt muss sie kommen", sagte Landrat Michael Makiolla  gestern.Jugendkunstschulen

Neben Ursula von der Leyen will der Kreis auch die Vertreter des Institutes Prognos einladen. "Um mal zu erfahren, wie die Zahlen zustande gekommen sind", so der Landrat. Denn es gebe manch Ungereimtheit. Beispielsweise beim Thema Musikschule. "Unna und Bergkamen haben keine Musik- sondern Jugendkunstschulen, die Musik und andere Künste zusammenfassen", erklärt Makiolla. Die Zahlen der Kinder in Musikschulen seien gewertet worden, die in den Jugendkunstschulen nicht.

Angebote nicht gewürdigt

Auch glauben die Bürgermeister und der Landrat, dass spezielle Angebote ihrer Städte für Kinder vielleicht nicht richtig gewürdigt worden sind. "Etwa die vorbildlichen Kinderkonzerte mit der Philharmonie oder das flächendeckende Angebot in Sachen Natur", meint Makiolla. So gebe es im Nordkreis die Waldschule Cappenberg, in Bergkamen die Ökostation und in Schwerte das Naturfreundehaus. "Ein solch flächendeckendes Angebot findet sich sonst nicht so schnell", ist Makiolla überzeugt.

Etikett klebt am Kreis

Nichtsdestotrotz: Das Etikett "Familienunfreundlichkeit" klebt jetzt an dem Kreis und das wohl noch für einige Zeit. Das glaubt auch Landrat Makiolla. Und um dem im Marketing etwas entgegenzusetzen, will der Kreis nun einen eigenen Familienatlas herausgeben. Aber auch, und da nimmt man die Kritik von Ursula von der Leyen völlig ernst, eben die Betreuungsangebote für jüngere Kinder verbessern.

 

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