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Kaktusblüten zeigen neues Programm in Werne

Kabarettquartett Kaktusblüten zeigt „Wahnsinns Aussichten“ auf Werne

Werne Wenn der Bürgermeister eine Mauer zwischen Werne und Rünthe verspricht – dann zeichnet das Kabarettquartett „Die Kaktusblüten“ eigene „Wahnsinns Aussichten“ auf Werne. Das ungeheuerliche und neue Programm überzeugte das Publikum am Freitagabend im Alten Rathaus.

Kabarettquartett Kaktusblüten zeigt „Wahnsinns Aussichten“ auf Werne

Der Junggesellinnenabschied, den „Die Kaktusblüten“ am Freitagabend auf der Bühne feierten, war ganz schön überzogen. Dem Publikum im, bis auf den letzten Stuhl besetzten Saal des Alten Rathauses, gefiel es. Foto: Meisel-Kemper

Was ist in Werne interessanter? Die Mauer zwischen Werne und Rünthe oder ein Präsident wie Donald Trump, der sich vor nichts fürchtet? Beides war in den beiden Vorstellungen des Kabarettquartetts „Die Kaktusblüten“ im Alten Rathaus in Werne wichtig. „Wahnsinns Aussichten“ nannten sie ihr neues Programm, mit dem sie am Freitagabend die 140 Besucher im voll besetzten Saal auf ungeheuerliche Dinge, die auf uns zukommen oder uns bereits umgeben, einstimmten.

Gesundheiszeugnis ist nötig

Schrill und provokativ waren ihre Kostüme und ebenso wenig beruhigend waren ihre Dialoge. Bereits der „Intro Mauerblick“ am Anfang des Programms machte deutlich, wo es langging. „Muss gucken, wen wir reinlassen. Hast Du ein Gesundheitszeugnis, keine ansteckenden Krankheiten?“, fragten sie ins Publikum. Die Mauer war ein flexibler Wall aus Umzugskartons, die immer neu arrangiert wurden. Manchmal zog das die Übergangsphasen zwischen den einzelnen Sketchen in die Länge, weshalb der junge Bühnenbauer auch immer Sonderapplaus erhielt.

Allein das zeigte, wie viel Humor das Publikum mitgebracht hatte. Der war auch beim Verdauen der Themen nötig. Die Podiumsdiskussion mit „Beatrice“ nach dem Imagefilm über „Werne First“ zeigte ebenfalls, wo die Schwachstellen in Werne liegen. Der „Bürgermeister“ versprach die Mauer zwischen Werne und Rünthe.

„Marodierende Landratten aus Capelle“

„Frau Feibel“, Vertreterin der „Bürgerwehr“, wetterte für die Mauer, um die „marodierenden Landratten aus Capelle“ fernzuhalten. „Frau Schauinsland“ war dagegen, weil das ausgrenze. „Frau Feibel“ zelebrierte danach die erwartete Flucht aus der Diskussion.

Kaktusblüten zeigen "Wahnsinns Aussichten"

Herrlich karikierend tauchten die vier Damen mit Julia Klunkert, Ulli Bechatzek, Liane Jäger und Irmgard Schlierkamp in dem Sketch „Katastrophen-Tourismus“ auf der Bühne auf.
Von angeblich sicherer Stelle Stelle wagten die vier Frauen ihren Ausflug mit Blick auf die Lippe.
Bitterböse war  der Sketch „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“.
Obama und Merkel warnten die Welt mit Trump im Mittelpunkt vor Waffen, vor Naturkatastrophen, vor der Atombombe und vor Diskriminierung.
Trump zeigte sich da unbelehrbar.
Der Junggesellinnenabschied war ganz schön überzogen. Dem Publikum gefiel es.
Der Saal des Alten Rathauses war auf den letzten Platz besetzt.
Julia Klunkert überzeugte mit ihrem clownesken Soloauftritt.
"Die Kaktusblüten" geben ein Liederpotpourri.
Die vier Damen fragten mit ihrem Auftritt: Was ist in Werne interessanter? Die Mauer zwischen Werne und Rünthe oder ein Präsident wie Donald Trump, der sich vor nichts fürchtet?
Danach war Julia Klunkerts clownesker Soloauftritt unter dem Thema „Weitblick“ dran. Herrlich karikierend tauchten die vier Damen mit Klunkert, Ulli Bechatzek, Liane Jäger und Irmgard Schlierkamp in dem Sketch „Katastrophen-Tourismus“ wieder auf. Sie wagten von angeblich sicherer Stelle den teuer bezahlten Ausflug mit Blick auf die Lippe, die über die Ufer getreten war.

Als sie sahen, wie ein Mann von dem Dach seines Hauses in die Fluten fiel, riefen sie, einer ekstatischen Ohnmacht nahe: „Ich habe dem Tod ins Auge gesehen. Das werde ich nie vergessen.“

Trump zeigt sich unbelehrbar

Bitterböse war auch der Sketch „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“. Obama und Merkel warnten die Welt mit Trump im Mittelpunkt vor Waffen, vor Naturkatastrophen, vor der Atombombe und vor Diskriminierung. Trump zeigte sich auch da unbelehrbar.

Nicht umsonst schloss Ulrike Bechatzek in ihrem Soloauftritt „Durchblick“ ein besonderes Lied an, in dem sie für die Werte der Menschheit warb. Nachdenkliche Gesichter machten sich da breit, die wieder zum Lachen gebracht wurden, etwa durch den überzogenen „Junggesellinnenabschied“. Es waren eben „Wahninns Aussichten“ auf Werne und die Welt.

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