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Blumen gegen Falschparker am Salinenparc

Hoffen auf den Kübel-Effekt

Werne Die nette Optik ist das eine. Vor allem aber sollen die fünf neuen Blumenkübel auf der Steinstraße in Werne Falschparker fernhalten. Knöllchen hatten in der Vergangenheit nicht den erhofften Effekt.

Hoffen auf den Kübel-Effekt

Die neuen Blumenkübel vor dem Salinenparc sollen Falschparker fernhalten. Foto: Vanessa Trinkwald

Schluss mit dem Falschparken vorm Salinenparc? 283 Knöllchen hat das Ordnungsamt an der unteren Steinstraße in diesem Jahr schon geschrieben. Es dürften weniger werden – das zumindest erhoffen sich Stadtmarketing, Ordnungsamt und die Abteilung Straßen und Verkehr von den fünf großen Blumenkübeln, die seit vergangener Woche in diesem Bereich der Innenstadt stehen und die die Sparkasse im Rahmen der Aktion „Werne blüht auf“ gesponsert hatte.

Dass die Geranien-Kübel nicht nur gut aussehen, sondern im Idealfall auch Falschparker fernhalten, bezeichnete Carolin Brautlecht, Geschäftsführerein beim Werne Marketing, am Dienstag als „netten Nebeneffekt“ und verwies darauf, dass die kleinen Felsbrocken zwischen den Kübeln in den nächsten Wochen noch durch Steine ersetzt werden sollen, „die optisch besser ins Bild der Fußgängerzone passen“.

Pollerlösung Ende 2016 verworfen

In der Vergangenheit hatten Politik und Verwaltung immer wieder über Abhilfen am Salinenparc diskutiert. Eine Pollerlösung verwarf der Ausschuss für Stadtentwicklung Ende 2016 vor allem aus optischen Gründen und weil man den Platz zu Sim-Jü brauche. Das Parkchaos ging weiter und das Ordnungsamt schrieb fleißig Knöllchen – Anfang 2017 allein 126 in fünf Wochen. Der erzieherische Effekt war nicht allzu groß. Nun also hofft man auf den Kübel-Effekt.

Allerdings: „Die Kollegen sind weiter im Dienst“, kündigte Jürgen Menke vom Ordnungsamt an. Vor dem Ärztehaus sollen neben den nun aufgestellten Geranien voraussichtlich im Juni drei Behindertenparkplätze ausgewiesen werden. „Die bekommen Piktogramme und eine Markierung“, so Menke.

Und auch bis dahin gilt: Nur Autofahrer mit einem Schwerbehindertenausweis (oder einer Handwerkerkarte) dürfen die Freifläche neben dem Brunnen als Parkplatz nutzen. Allen anderen winkt das 10-Euro-Knöllchen. Nur Be- und Entladen ist erlaubt, Ein- und Aussteigen auch, was in erster Linie für gehbehinderte Menschen gilt.

Hoffen auf den Kübel-Effekt

Immer wieder hatten Autofahrer in der Vergangenheit vor dem Ärztehaus geparkt. Damit soll nun Schluss sein. Foto: Jörg Heckenkamp

Am Dienstagmittag sorgten die Kübel teils für Verwirrung bei den Autofahrern, die am Kreisel die Ausfahrt Richtung Innenstadt nahmen. Immerhin: Geparkt hat vor dem Salinenparc zu diesem Zeitpunkt niemand. Nur ein Fahrzeug mit Wasserschlauch fuhr durch die Fußgängerzone, um die Geranien und neu angebrachten Blumenampeln bei der Sonne mit genügend Wasser zu versorgen.

Im sozialen Netzwerk Facebook kam die Entscheidung der Stadt am Dienstag gut an. Bei einer nicht repräsentativen Online-Umfrage im Februar 2017 hatte mehr als die Hälfte von insgesamt 406 Usern noch gelassen reagiert und angegeben, dort auch selbst schon mal zu parken. 40 Prozent waren der Meinung: „Das geht gar nicht.“

So oder so – das Ganze sei ohnehin keine Ermessenssache, hatte Kordula Mertens vom Ordnungsamt damals auf die rechtliche Situation verwiesen. Ihr Kollege Jürgen Menke begrüßte die neue Situation am Dienstag. Dass die Geranien nicht nur Falschparker fernhalten, sondern auch noch gut aussehen, ist für ihn der „nette Nebeneffekt“.

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