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Ehemalige Werner Wasserballer zurück im Becken

TV Werne Wasserball

Klaus Wortmann, ehemaliger Wasserballer im TV Werne und Bademeister im Solebad, hat eine „Allstar“-Truppe zusammengetrommelt, um ein letztes Spielchen im Hallenbad zu machen.

Werne

von Dominik Gumprich

, 03.07.2018
Ehemalige Werner Wasserballer zurück im Becken

Die ehemaligen und heutigen Wasserballer des TV Werne vereint auf einem Bild. Anschließend ging‘s im Becken beim Freundschaftsspiel um Tore. Die „Allstars“ wollten ein letztes Mal im Hallenbad Wasserball spielen, bevor es abgerissen wird. © Dominik Gumprich

Werne war mal eine Wasserball-Hochburg – lang ist es her. Zunächst feierten die Wasserballer des TV Werne zwischen 1956 und 1972 neun Deutsche Meisterschaften bei den „Vereinen ohne Winterbad“. Die Spiele wurden draußen im mittleren Schwimmbecken des Solebades ausgetragen. Die Sole-Konzentration war zwar nicht so hoch wie heute, die Spieler mussten die Augenpartie dennoch mit einer „Art Kriegsbemalung aus Nivea-Creme“ schützen, wie es in der Chronik der Wasserballer heißt.

1972 wurde die „VoW“-Meisterschaft zum letzten Mal ausgetragen. Der Sieger hieß TV Werne. 1975 eröffnete das Hallenbad in Werne. Bis zur nächsten erfolgreichen Ära gingen dann ein paar Jahre ins Land, bis Mitte der 1980er der Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga begann.

Wortmann vier Mal „VoW“-Meister

Aus genau dieser Zeit hatte Klaus Wortmann, der mit Werne vier Mal „VoW“-Meister wurde und später unter anderem zweieinhalb Jahre beim SV Kamen in der Bundesliga gespielt hat, ehemalige Werner Spielerinnen und Spieler zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Ein letztes Mal wollten die „Allstars“ ins Becken des Hallenbades klettern, bevor es abgerissen wird. Gegner am Sonntag war die jetzige erste Mannschaft der TV Werne Wasserfreunde, die in der Kreisliga spielt und dort den sechsten Rang belegt.

„Wir haben ein ganz schönes Spielchen gemacht. Die jungen Leute haben uns wohl die Technik nicht mehr so zugetraut“, sagt Klaus Wortmann und lacht. Er selbst spielte natürlich auch mit. Genauso wie unter anderem Peter Wördemann und Christian Feldmann, die beide früher in der Bundesliga gespielt haben. „Es waren viele von früher da. Leider nicht alle. Jörg Zymelka konnte zum Beispiel nicht kommen, genauso wie Heinrich Kleimeier“, erzählt Wortmann.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Noch einmal kurz im Becken

04.07.2018
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Zu einem kleinen Jux-Spielchen haben sich ehemalige und noch aktive Werner Wasserballer im Hallenbad getroffen.© Dominik Gumprich
Zu einem kleinen Jux-Spielchen haben sich ehemalige und noch aktive Werner Wasserballer im Hallenbad getroffen.© Dominik Gumprich
Zu einem kleinen Jux-Spielchen haben sich ehemalige und noch aktive Werner Wasserballer im Hallenbad getroffen.© Dominik Gumprich
Zu einem kleinen Jux-Spielchen haben sich ehemalige und noch aktive Werner Wasserballer im Hallenbad getroffen.© Dominik Gumprich
Zu einem kleinen Jux-Spielchen haben sich ehemalige und noch aktive Werner Wasserballer im Hallenbad getroffen.© Dominik Gumprich
Zu einem kleinen Jux-Spielchen haben sich ehemalige und noch aktive Werner Wasserballer im Hallenbad getroffen.© Dominik Gumprich
Zu einem kleinen Jux-Spielchen haben sich ehemalige und noch aktive Werner Wasserballer im Hallenbad getroffen.© Dominik Gumprich
Zu einem kleinen Jux-Spielchen haben sich ehemalige und noch aktive Werner Wasserballer im Hallenbad getroffen.© Dominik Gumprich
Zu einem kleinen Jux-Spielchen haben sich ehemalige und noch aktive Werner Wasserballer im Hallenbad getroffen.© Dominik Gumprich
© Dominik Gumprich

Heinrich Kleimeier war damals Mitte der 80er Jahre Trainer der Werner Wasserball-Herren. Mit ihm verpasste die Mannschaft 1985 und 1986 den Aufstieg in die Bundesliga jeweils nur knapp. 1986 fand die Aufstiegsrunde in Hamburg statt. Der TVW organisierte einen Fan-Bus für 50 Anhänger, die den dreitägigen Trip mitmachen wollten. Am Ende ohne Erfolg. Dafür schafften es mit Christian und Thomas Timpte sowie Dirk Schmidt drei Nachwuchsspieler in die Jugendnationalmannschaft. Schmidt wurde mit Deutschland 1989 bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Frankreich Dritter. In sieben Spielen erzielte er fünf Treffer.

Das Werner Team feierte 1988 seinen größten Erfolg – endlich hatte es mit der Bundesliga geklappt. Der Traum zerplatzte jedoch schnell wieder. Nur eine Saison hielt sich Werne in der höchsten deutschen Spielklasse. Nach dem Abstieg fiel die Mannschaft auseinander. Es dauerte etwas, bis sich der Verein neu aufstellen konnte. 1996 stieg das Herren-Team unter Coach Norbert Siemund in die 2. Bundesliga auf. 1998 wurden die C-Junioren, 1999 die B-Junioren Deutscher Meister. Damit endete mehr oder minder die Glanzzeit des Werner Wasserballs.

Wiedersehen nach 20 oder 25 Jahren

Zumindest für einen Tag ließen die ehemaligen Spieler, ein paar Freunde und Fans sowie die Spieler und Spielerinnen der jetzigen ersten Mannschaft die glorreichen Zeiten aufleben. Bei Bier und Bratwurst wurden nach dem Spiel noch lange Geschichten von früher erzählt. „Einige hatte ich 20 oder 25 Jahre nicht mehr gesehen“, sagt Wortmann.

Die Spieler von heute haben den ehemaligen Recken jedenfalls einen guten Grund gegeben, sich demnächst erneut zu Treffen. „Die wollen eine Revanche, wenn das neue Hallenbad steht“, sagt Wortmann.

Hoffentlich vergehen bis dahin nicht 20 oder 25 Jahre...

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